Rhade: Dorstener Zeitung erinnert an nicht gehaltene Versprechen

Kommunalpolitik

Dorstener Zeitung 13. Juli 2022

Vor 50 Jahren wurde ein Vertrag mit Dorsten geschlossen - Unbefristet!

1972 war es soweit. Rhade sollte ab 1975 ein Teil Dorstens werden. Ein Vertrag wurde geschlossen. Darin in mehreren Paragraphen festgelegt, welche Rechte und Pflichten damit verbunden sein sollten. Nun hat die Dorstener Zeitung zum Jubiläum des Vertragsschlusses mal hinter die Kulissen geblickt. Die zentrale Frage lautete: Wurden eigentlich alle vertraglichen Versprechungen eingehalten? Dazu wurde der Rhader Sozialdemokrat Dirk Hartwich, der seit 1972 kommunalpolitische für Rhade und Dorsten in Erscheinung tritt, ergänzend befragt. Er konnte auf einen Aufsatz, den er 2013 für den lokalen Heimatkalender unter der Überschrift „40 Jahre Kommunale Neuordnung“ verfasst hat, hinweisen. Bereits damals hat er energisch darauf hingewiesen, dass die Eingliederung Rhades nach Dorsten nicht nur positiv bewertet werden kann. Besonders beklagte er immer, dass Teile des Gebietsänderungsvertrages, obwohl unbefristet gültig, nicht umgesetzt wurden und werden. Besonders kritisiert er, auch aktuell, dass der vertraglich zugesicherte Bezirksausschuss Rhade/Lembeck, der einen absoluten Mehrwert für Gesamt-Dorsten bedeutete, eliminiert wurde. Hartwich: „Die aktuell als Ersatz agierenden Bürgerforen sind unverzichtbar. Im Gegensatz zu einem Ausschuss des Stadtrates, kann aber hier der Gesamtzusammenhang im Bereich Haushalt, Stadtentwicklung und allen weiteren Bereichen, nur als Fußnote mitgedacht werden. Das führt nicht selten im Praxistest zu Enttäuschungen.“ Das Rad, „Kommunale Neugliederung“ kann nicht zurückgedreht werden. Davon unbenommen ist die Einhaltung des Gebietsänderungsvertrages zu werten, so Dirk Hartwich abschließend.

 
 

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