Rhade: Es war einmal eine Apotheke

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Dorstener Zeitung klärt auf

Die Lebensdauer der Rhader Urbanus-Apotheke endete bereits nach rund 45 Jahren. Als die Besitzer der Rhader Gaststätte „Zur alten Mühle“ entschieden, das alte Gebäude durch einen Neubau zu ersetzen, bot sich die Möglichkeit, zusätzliche Räume für eine Apotheke zu schaffen. Damit endete auch ein skurriles Provisorium, das aus einer ungewöhnlichen Kooperation zwischen einem Rhader Frisörbetrieb und der damals existierenden Lembecker Hirsch-Apotheke bestand. Die vom Rhader Allgemeinmediziner ausgestellten Rezepte landeten beim Frisör vor Ort, um dort vom Lembecker Apothekenpersonal abgeholt zu werden. Umgekehrt lieferte die Apotheke die verordneten Medikamente in der Regel am gleichen Tag zurück zum Frisörladen, wo sie dann den Patienten oder beauftragten Abholern übergeben wurden. Mit der Eröffnung der Urbanus-Apotheke starb dann die ungewöhnliche Partnerschaft zweier Unternehmen. Nun ist auch die Rhader Apotheke Geschichte. Eine Wiederholung der Geschäftsidee, „Frisör mit Apotheke in Lembeck“, wird es nicht geben. Da auch die bisherigen Rhader Apothekenräume zu Wohnungen umgebaut werden, so der Bericht der Dorstener Zeitung am 4. September, müsste wieder ein Neubau her, um die dringende Versorgung mit Medikamenten vor Ort in Rhade zu gewährleisten. Gefragt ist jetzt die Dorstener Wirtschaftsfördergesellschaft WINDOR, um den unhaltbaren Zustand eines Stadtteils mit über 5000 Einwohnern ohne Apotheke schnellstens zu beenden.

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