Dirk Hartwich hatte alle Freiheiten, die Lücken des Rahmenplans aufzuzeigen. SPD-Initiative Rahmenplan wird von Verwaltungsspitze gelobt
Alle waren da. Der Bürgermeister, der Beigeordnete, der Planungsamtsleiter und fast das komplette dazugehörige Team. Dazu die 7 Mitglieder des Unterausschusses, die fast 3 Jahre mitgewirkt haben, einen Zukunftsplan für Rhade zu erarbeiten. Dass das leider nichtöffentlich geschah, wurde mehrfach an dieser Stelle heftig kritisiert.
Nun liegt das Ergebnis vor. Die Rhader SPD hatte sich gut vorbereitet. Der Entwurf wurde auf Herz und Nieren geprüft und mit dem verglichen, was hier vor Ort mit den Bürgerinnen und Bürgern auf eigenen, natürlich öffentlichen Bürgerversammlungen, erarbeitet wurde.
Interessant ist, dass vieles davon aufgenommen wurde, aber wesentliche Dinge auch unter den Tisch gefallen sind.
Einige Beispiele:
Debbingstraße und Kirchplatz
In der Analyse, dass da etwas zu verbessern sei, waren sich alle einig. Dass aber die Debbingstraße, so wie sie seit Jahren genutzt wird, wegen der katastrophalen Gehwegesituation für die schwachen Verkehrsteilnehmer nicht verkehrssicher ist, und somit als Sofortmaßnahme behandelt werden muss, sorgte für deutlich erkennbare Zustimmung bei den Bürgern.
Es war der Rhader SPD fast ausschließlich in den 2 Stunden intensiver Information und Aussprache vorbehalten, genau die Schwachpunkte des Plans aufzuzeigen. Dirk Hartwich, seit 40 Jahren vor Ort aktiv, überzeugte ein- ums andere Mal mit seiner sachlichen, kenntnisreichen Argumentation.
Das Thema Verkehr in Rhade ist ein Dauerbrenner. Auch hier konnte nochmals der Verwaltung verdeutlicht werden, dass der von der SPD erarbeitete Radwegeplan ein in sich geschlossenes Konzept beinhaltet, um endlich für mehr Sicherheit und Entschleunigung zu sorgen. Da der Bürgermeister die Brisanz erkannte, sagte er überraschend zu, dass darüber nochmals beraten werden sollte. Ein Punktgewinn des Bürgerengagements.
Beispiel Freiraum: Die privilegierte Lage Rhades mitten im Grünen, ist ein Pfund mit dem man wuchern könnte. Genau an dieser Stelle wäre es gut gewesen, wenn der Plan die Schnittmengen zu den anderen Sachgebieten verdeutlicht hätte. Sanfte Tourismusförderung in einer schützenswerten Umgebung. Dass das geht, darüber sind sich die Rhader Sozialdemokraten sicher.
Beispiel Soziales: Ein gutes Miteinander im Ort sorgt nicht nur für Zufriedenheit, sondern auch für eine besondere Identifikation mit dem eigenem Quartier. Dass hier noch Verbesserungen möglich sind, wurde von keinem bestritten. Dass aber die vorhandenen Familienzentren um ein Beratungsangebot für Senioren erweitert werden könnten, dass konnte wieder die SPD einbringen. Und der Bürgermeister ergänzte sogar, den Bildungsbereich nicht zu vergessen. Zustimmung!
Am Ende stand dann das Thema Wirtschaft im Mittelpunkt. Achim Schrecklein, Rhader SPD-Ratsmitglied überzeugte mit seiner ruhigen und sachlichen Beschreibung des Positiven aber auch mit der klaren Analyse, wo es deutlich und unübersehbar (Leerstände) hapert. Er machte sich dafür stark, mit einem Touristikkonzept eine gewisse Aufbruchstimmung unter den Unternehmern zu erzeigen. „Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WINDOR sollte das doch möglich sein“.
Fazit: Eine interessante Veranstaltung der Dorstener Verwaltung, auf der die Rhader Sozialdemokraten jederzeit, ohne überziehen zu müssen, verdeutlichen konnten, wer in der Frage Zukunftsplanung erster Ansprechpartner bei den Bürgerinnen und Bürgern ist. Dennoch ist klar, dass nur gemeinsam etwas zu erreichen ist. Eine Mammutaufgabe, aber auch eine klare Chance für Rhade.
Hans-Willi Niemeyer, der mit Achim Schrecklein zu dem 7er-Arbeitskreis gehörte, warnte nach der Versammlung davor, den Rhader Rahmenplan in einer Schublade verschwinden zu lassen. Und Dieter Neumann, engagierter Besucher sprach ergänzend aus was viele dachten: „Die SPD-Bürgerversammlungen waren irgendwie besser organisiert und dichter in der Information und der Zielsetzung. Anders ausgedrückt: Wir waren in Rhade fast weiter als jetzt“.