
Blick in die neue Gasleitungstrasse. Im Hintergrund die Wohnsiedlung Hünengrab.
Für neue Gasleitung HeiDo wird gerodet und gegraben
Die Diskussion ist abgeschlossen. Alle Bedenken aus Sicht der Betreiber sind ausgeräumt. Nun haben schwere Maschinen das Kommando übernommen, um die neue Gasleitung von Marbeck über Heiden nach Hervest-Dorsten zu verlegen. Sehr nah, nicht wenige Bürger im Bereich Hünengrab meinen nach wie vor, viel zu nah, soll die Trasse verlaufen. Unüberhörbar und unübersehbar wird die benötigte Fläche momentan in Rhade, durch schweren Maschineneinsatz vorbereitet. Am Rütherweg entsteht aktuell ein Lagerplatz für die Stahlrohre der Gasleitung. Mit Wehmut verfolgen die Anwohner diese Arbeiten, die ohne den tiefen Eingriff in den Naturhaushalt nicht möglich sind. Dass nach der Verlegung der Pipeline die Renaturierung fest eingeplant ist, wird als schwacher Trost gewertet. Rhade scheint sich zu einem Schwerpunktgebiet für die Nord-Süd-Infrastruktur zu entwickeln. Neben der Autobahn quert die Eisenbahn den nördlichen Stadtteil von Dorsten. Hinzu kommen zwei Überland-Freileitungen und mehreren Pipelines, die Salzsole und Gas transportieren. Nicht zu vergessen, dass die Region sich zu einem Hotspot für riesige Windkraft-Anlagen entwickelt. Der technische Fortschritt geht einher mit erheblichem Naturverlust und schwindendem dörflichen Charakter.
Aktuelle Rhader Beobachtungen