Rhader Gedanken zum städtischen Kulturangebot – Ein Thesenpapier (Teil 3)

Kommunalpolitik

Kultur ist Lebensmittel

Herbert Grönemeyer*: „Kultur stützt die Menschen in ihrer Verzweiflung, Trauer, in ihrer Lust, Freude, ihrem Lachen, ihrem Mut und ihrer Zuversicht. Sie lässt ihre Gehirne wachsen, nährt ihre Sicht, ihren Aufbruch, klärt und hinterfragt“. Eine Definition über KULTUR, die alle Menschen einschließt. Auch die, die abseits von den Zentren unserer Städte leben. Das ist das Motiv, die fehlenden städtischen Kultur- und Weiterbildungsangebote in Rhade zu beklagen. Das dazu formulierte Thesenpapier wird in mehreren Teilen hier veröffentlicht. Heute Teil 3.

Was muss sich in Dorsten ändern, um „alle“ an Kultur und Weiterbildung teilnehmen zu lassen?

Die Forderung nach Kultur für alle darf nicht missverstanden werden, von jetzt auf gleich über 70.000 neue „Kunden“ für ein Kultur- und Weiterbildungsangebot in allen Stadtteilen werben zu müssen. Die Forderung lautet aber, in allen Stadtteilen gleichberechtigt Schritt für Schritt kreativ etwas aufzubauen, was nachhaltig wirkt und besonders die riesige Gruppe der bisherigen Nichtteilnehmer in den Blick nimmt. Vergleiche hierzu den o. a. Hinweis auf die wichtigen Standortfaktoren einer Stadt. Ein erster Schritt wäre, den Kulturausschuss nacheinander in den Stadtteilen öffentlich tagen zu lassen und das inzwischen erstellte gesamtstädtische neue Konzept unter Berücksichtigung des „gastgebenden Stadtteils“, vorzustellen. Anschließend wäre eine Bürgerfragestunde zum Thema sicherlich ein Stück gewünschte aktive Bürgerbeteiligung. Übrigens unabhängig vom installierten Bürgerforum, das am neuen Prozess beteiligt werden sollte.

Rhader Ideen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Betrachten wir die Rhader Zielgruppen. Ein besonderes Augenmerk muss den Kindern und Jugendlichen gewidmet werden. Kinder nutzen begeistert jede Art von „Theater“. Die Eltern, die ihre Kinder in der Regel begleiten, wären die nächste Zielgruppe. Das heißt, dass es keine städtische Veranstaltung mehr geben dürfte, auf der nicht parallel für kommende Aufführungen und Kurse geworben wird. Aus Kindern werden Jugendliche. So wie ein erfolgreicher Autokonzern mit seiner Typenvielfalt Kundenbindung betreibt, genauso muss im Kulturbereich vorgegangen werden. In Zusammenarbeit mit den Jugendheimen, die alle Förder- und Unterstützungsgelder erhalten, muss es möglich sein, Nachfrage zu wecken, die Jugend z. B. an der Organisation einer Aufführung zu beteiligen, und so ein Programm für alle Stadtteile aufzustellen. Auch das sogenannte Mittelalter in Rhade (und Lembeck) könnte mit einem Kleinkunstprogramm sicherlich „hinter dem Ofen“ hervorgelockt werden. Bleibt noch die Gruppe die dem Mittelalter folgt. Auch sie hat ein Anrecht, gleichberechtigt  beteiligt zu werden. Und Programmideen hierfür gibt es reichlich. Mögliche Rhader Aufführungsstätten: Gemeindehaus der ev. Kirche am Dillenweg, das Carola Martius-Haus, das katholische Gemeindehaus St. Ewald am Stuvenberg, die Kirchen, die Rhader Mühle, das Heimathaus an der Mühle, die Säle der Gaststätten Nienhaus, Pierick, Finke, Hülsdünker, …

 

Wird fortgesetzt. Das gesamte Thesenpapier kann unter der E-Mail-Adresse dirk.hartwich@t-online.de angefordert werden. Teil 3 folgt am Samstag, 14. November.

* Das Zitat von Herbert Grönemeyer findet sich in der neuen Ausgabe der Zeit vom 5. November 2020. Der Musiker fordert dort mehr Unterstützung für alle Kulturschaffenden.

 

 
 

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Christoph Kopp
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