Rückblick Bürgerforum Rhade (2)

Kommunalpolitik

Bereits vor ca. 40 Jahren wurde diese Skizze eines Rhader Bürgers angefertigt. Hat sich etwas geändert?

Dorfentwicklungsplanung: Nur wer selbst begeistert ist, kann auch andere begeistern

Seit vielen Jahren, alte Hasen sprechen sogar von Jahrzehnten, wird in Rhade über einen attraktiveren Dorfmittelpunkt gerungen. Ein Blick nach Heiden oder Velen zeigt, was möglich wäre. Kommunalpolitiker beauftragten die Verwaltung, Bürger wurden ins Boot geholt, externer Sachverstand eingekauft. Herausgekommen sind mehrere Pläne, die sich irgendwie ähnlich sehen. Ein leeres Stadtsäckel verhinderte aber immer die Umsetzung. Nun ein neuer Anlauf, der planungsmäßig als abgeschlossen gilt. Grund für die ehrenamtlichen Akteure des Bürgerforums, das Ergebnis den anwesenden Bürgern vorzustellen. Der Eindruck, dass das diesmal mit deutlich weniger eigener Begeisterung als früher geschah, hielt sich hartnäckig. So zumindest das Fazit eines Besuchers. Lag es daran, dass zwar kritische Reaktionen der Rhader protokolliert wurden, aber keine, die mit Euphorie pro Dorfkernsanierung auffielen? Lag es daran, dass die von der Verwaltung aufgezeigte Zeitschiene zur Umsetzung für Ernüchterung sorgte? Lag es daran, dass auch der „Planungsamtschef vom Dienst“ eher pflichtschuldig als mitreißend wirkte? Rhade hat es nach 50 Jahren Zugehörigkeit zu Dorsten verdient, endlich einen Dorfmittelpunkt zu erhalten, der als dauerhafter Begegnungsort das Zusammengehörigkeitsgefühl des 3 Kilometer langen Straßendorfes stärkt. Dazu ist es aber notwendig, mit mehr Euphorie als bisher zu werben.

Eine kommunalpolitische Beobachtung in Rhade

 
 

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