Nicht die Herkunft, das Talent ist entscheidend
Wir leisten uns immer noch ein Schulsystem, das aus mehreren unterschiedlichen Schultypen parallel besteht. Gymnasium, Privatschulen, Gesamtschulen, Förderschulen, Realschulen, Sekundarschulen, Hauptschulen …
Wenn in diesem System alle Schülerinnen und Schüler chancengleich behandelt, sprich unterrichtet würden, „wäre die Welt in Ordnung“. Tatsächlich haben insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund, aus armen Familien und aus prekären Verhältnissen nachweislich immer noch schlechtere, manchmal keine Schulabschlüsse.
Beim Fußball ist alles anders. Hier beobachten früh so genannte Scouts alle Talente, unabhängig von ihrer Herkunft. Das Ergebnis: Unsere Nationalmanschaft ist eine beeindruckende Weltklasse-Multi-Kulti-Truppe. Das Fördersystem des Deutschen Fußballbundes hat nämlich früh erkannt, dass die talentiertesten Kinder überall in unserem Land „aufgespürt“ und ausgebildet werden müssen. Unabhängig von ihrer Herkunft. Der Erfolg zeigt, dass da was dran ist.
Wenn das für den Fußball gilt, warum nicht auch in der Schule?
Es kann nicht sein, dass in den Fächern Mathematik, Sprachen, Naturwissenschaften und Co. überwiegend die Herkunft den weiteren Lebensweg bestimmt, im Fußball dagegen das Talent entscheidend ist. Wenn wir auch in unserem Bildungssystem Spitzenreiter sein wollen, müssen wir unsere „Taktik“ überdenken.
Eigener Bericht - Wird morgen fortgesetzt: "Dorsten - Dauerbaustelle Schule"
(Anlehnung an ZEIT-Artikel „Schlauer Fußball, dumme Schule“, Nr. 28)