Schutzsuchenden auch Arbeit anbieten

Gesellschaft

Sie nur als Bedrohung einzustufen, ist ein Fehler

In der öffentlichen Diskussion und Wahrnehmung werden Flüchtlinge zunehmend als Problem angesehen. „Die wollen wir nicht!“, so kurz und knapp die Parole. Rechte Parteien greifen diese Stimmung auf, verstärken sie durch falsche Behauptungen und sind bei Wahlen damit erfolgreich. Die demokratische Parteienlandschaft versucht seit Jahren einen Weg zu finden, der dem Völkerrecht und unseren humanen, auch christlichen Werten, entspricht. So die Theorie. In der Praxis bauen wir Zäune und pflegen Vorurteile, um Migranten zu verdeutlichen: „Wir wollen euch nicht!“. Wir suchen Länder außerhalb Europas, die uns gegen entsprechende Bezahlung das Problem vom Hals halten. Hilft nicht, funktioniert nicht. Parallel wissen wir, dass unsere Gesellschaft ohne Einwanderung zum wirtschaftlichen Abstieg verurteilt ist. Unsere Wirtschaftsweisen fordern 1,5 Millionen Einwanderer pro Jahr (!) per Quotenregelung ins Land einreisen zu lassen, um unseren Fachkräftemangel auszugleichen. Diejenigen, die  ins Land kommen und bereits gekommen sind, müssten aber sofort arbeiten dürfen oder ausgebildet werden. Das sogenannte Fachkräfteeinwanderungsgesetz, von der Ampel 2023 beschlossen, weist in diese Richtung. In Wesel und Essen wird nun ins Auge gefasst, auch das bisherige Arbeitsverbot für bestimmte Flüchtlinge aufzuheben, um u. a. die Integration zu stärken. Ein Ansatz, der auch in Dorsten offen und vorurteilsfrei diskutiert werden müsste.

Ein Rhader Zwischenruf

 
 

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