Schwer verdauliche Kost: Unsere Rechtssprechung

Justiz und Inneres

Vor Gericht sind alle gleich?  - 3 aktuelle Beispiele

Was haben Victor H., Sebastian Edathy und Jürgen Fitschen gemeinsam? Sie sind angeklagt, Recht gebrochen zu haben. Victor kommt aus der Republik Moldau, zwischen der Ukraine und Rumänien gelegen, und hat geklaut, Sebastian hat Kinderpornos bestellt und Beweismittel verschwinden lassen. Jürgen hat Zinssätze manipuliert und wahrscheinlich  falsch ausgesagt. Schaden im ersten Fall, einige tausend Euros, im zweiten, nicht messbare dauerhafte psychische Schäden bei missbrauchten Kindern und im 3. Fall, Abermillionen Euros und viele Klienten, die alles verloren haben.

Victor wurde inzwischen nach über einem Jahr Untersuchungshaft, zu 5 Jahren und 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Sebastian hat seine Schuld eingestanden, zahlt 5000 Euro, ist frei und nicht vorbestraft. Jürgen musste schon mehrere Milliarden Dollar Busgeld zahlen, weil er zugelassen hat, dass seine Bank in unsaubere, verbotene Geschäfte verwickelt war. Dann hat er, wie seine Vorgänger, falsch ausgesagt, um millionenschweren Schadenersatz zu vermeiden. Zumindest lautet so die Anklage der Staatsanwaltschaft. Jürgen ist weder in Untersuchungshaft, noch bisher von seinem Vorstandsposten zurückgetreten, bzw. beurlaubt.

3 unterschiedliche Beispiele. 3 Gerichtsverfahren, die nicht miteinander vergleichbar sind. 3 Verhandlungen, zufällig herausgepickt, weil zeitgleich anhängig. 3 Mal die Feststellung, dass die Angeklagten Schaden in unterschiedlicher Größenordnung verursacht haben. Die öffentliche Wahrnehmung: Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Wie gesagt, schwer verdauliche Kost für den Beobachter von außen.

Eigener Bericht

 

 
 

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