Sparmaßnahmen im Dorstener Krankenhaus

Gesundheit

Bestätigung durch die Hintertür

Als am 9. Januar auf dieser Internetseite aufgezeigt wurde, dass die Pressemeldung über den Fortbestand der Kardiologie und anderer Fachabteilungen nicht ganz den Tatsachen entspricht, gab es Nachfragen aus dem kommunalpolitischen Raum. Wer aber die Verlautbarungen des Krankenhausbetreibers KERN genau gelesen hat, konnte bereits erkennen, dass mit wortreichen Umschreibungen die Sparmaßnahme am Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus nur durch den Krankenhausverbund mit anderen Standorten, u. a. Marl, ausgeglichen werden kann. Also ein Verlust wichtiger örtlicher Fachabteilungen beschlossen wurde. Es ist der Rhader Allgemeinmediziner Dr. Friedrich-Carl Heine, der nun in einer persönlichen, von der Dorstener Zeitung veröffentlichten Stellungnahme, genau auf diesen Sachverhalt hinwies. Dieser wurde auf Nachfrage der Zeitungsredaktion dann auch vollumfänglich bestätigt. Festzuhalten ist, dass die medizinische kardiologische Notfallversorgung in Dorsten zwar eingeschränkt gewährleistet ist, aber mit den „Rettungs-Erfolgsmeldungen“, u. a. aus dem Rathaus, nicht 1:1 in Übereinstimmung zu bringen sind. Fazit: Die explodierenden Kosten des Gesundheitssektors werden zu weiteren Einschränkungen der ortsnahen Versorgung im Krankheitsfall führen, sind sich nicht nur Finanzexperten in der Politik sicher. Es ist an der Zeit, dass absolute Offenheit über die Lage des Gesundheitswesens die Oberhand öffentlicher Verlautbarungen gewinnt, anstatt mit Beschwichtigungen zu operieren.

Rhader Nachdenkzeilen            

 
 

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