SPD fragt Bürger - Rhader Sozialdemokraten waren beteiligt

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Bürgerkonvent der SPD: "Das ist gelebte Demokratie"

An diesem Samstag findet in Berlin der große Bürgerkonvent der SPD statt. "Was wir morgen vorhaben, ist fast eine Welturaufführung", begrüßte SPD-Kanzlerkandidat die rund 300 Konventteilnehmer am Freitagabend. Zehntausende Menschen aus ganz Deutschland haben seit September beim SPD-Bürgerdialog teilgenommen und ihre Vorschläge eingereicht, was in Deutschland besser werden muss.

„Ich bin sehr gespannt, wie´s wird und freue mich sehr auf den Bürgerkonvent“, sagte Vanessa Horn, als sie am Freitag im Estrel Hotel Berlin ankam.
Die SPD hatte zu einem festlichen Empfang am Vorabend des Konvents geladen. Die 18-Jährige aus Königs Wusterhausen in Brandenburg kam mit ihrem Freund Tobias angereist. Vanessa hatte zum SPD Bürger-Dialog einen Vorschlag eingereicht, der sie ganz direkt betrifft: „Ich bin Schülerin und mir ist es wichtig, dass künftige Schülerinnen und Schüler besser aufs Berufsleben vorbereitet werden - also eine bessere Ausbildung mit auf den Weg bekommen. Ich kriege das ja täglich in der Schule mit, dass viele gar nicht wissen, was sie mal werden wollen. Niemand zeigt uns, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt.“
„Ich bin total gespannt“
Nachdem Vannessa Horn den Vorschlag abgeschickt hatte, bekam sie Post von der SPD. „Das war schon cool. Und nachdem ich erfahren hatte, dass ich mit meinem Freund am Bürgerkonvent teilnehmen darf, war die Freude noch größer.“ Die 18-Jährige ist gespannt: „Ich weiß gar nicht, was mich erwartet - ich lasse mich überraschen!"

„Wir sind extra aus Krefeld am Niederrhein angereist“, sagte Fritz Engelke lachend. Der 52-Jährige und seine Ehefrau hatten beide am SPD Bürger-Dialog teilgenommen und ihre Ideen eingereicht. „Ich habe vorgeschlagen, eine Rente für Frauen einzuführen, die ihr Leben lang die Kinder großgezogen und sich um die Familie gekümmert haben. Es ist wichtig, dass sie nachher nicht ohne Rente dastehen, weil die Kinder versorgt werden mussten. Als ich eine junge Mutter war, gab es nämlich so was wie Kitas noch nicht“, erklärte Kirsten Engelke.
„Gemeinsam die Probleme anpacken – super!“
Fritz Engelke hatte gleich mehrere Vorschläge für den Bürgerdialog eingereicht: „Ich finde, dass Besserverdienende in unserem Staat daran beteiligt werden müssen, dass wir junge Menschen besser ausbilden. Steuern könnten sozial umgelegt werden – dafür trete ich ein!“
Fritz und Kirsten Engelke sind begeistert, dass die SPD den Bürgern zuhört, bevor sie ein Wahlprogramm aufstellt: „Wenn man gemeinsam erörtert, wie man Probleme anpacken und umsetzen kann – super“, sagte Kirsten Engelke. Ihr Mann fügt bestens gelaunt hinzu: „Das ist gelebte Basisdemokratie!“
Steinbrück: "Eine große Chance"

Peer Steinbrück, SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks und weitere SPD-Prominenz mischten sich beim Empfang unter die Konventteilnehmer und stellten sich ersten Fragen und Diskussionen. Steinbrück machte deutlich, dass sich den Bürgerinnen und Bürgern am Samstag eine große Chance biete, direkten Einfluss zu nehmen. "Ihre Bürgerprojekte werden Gegenstand des Wahlprogrammes", versprach Steinbrück. "Sie bestimmen morgen mit, was ins Programm der SPD kommt. Das ist das, was Sie von der SPD für die nächste Legislaturperiode erwarten."

Die Rhader SPD hatte vorgeschlagen, endlich ein einheitliches Schul- und Bildungssystem für alle 16 Bundesländer einzuführen. "Es kann doch nicht angehen, dass man in Brandenburg, oder Bayern, oder NRW anders lernt als in Hessen und umgekehrt. 16 Länder, 16 Systeme, 16 unterschiedliche Schulbücher - das ist doch wirklich nicht mehr zeitgemäß". Die Rhader Sozialdemokraten gehören zwar nicht zu den 300 "Auserwählten", haben aber eine Nachricht erhalten, dass der Vorschlag zum Meinungsaustausch dazugehört.

www.spd.de

 
 

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