
Friedhelm Fragemann, SPD-Fraktionsvorsitzender im Dorstener Stadtrat
Privat vor Staat mit unübersehbaren Defiziten
Mit Beschwerden über unzureichende „husch-husch-Reinigung“ in Schulen und Kitas müssen sich Verwaltung und Stadtrat seit Jahren herumschlagen. Um Kosten zu sparen, wurde das eigene städtische Reinigungspersonal abgebaut und der Auftrag an Firmen auf dem freien Markt übertragen. Das Versprechen, viel kostengünstiger arbeiten zu können, ging aber einher mit unübersehbaren Qualitätsverlusten. Jetzt will die SPD im Stadtrat die Reißleine ziehen. Aktuelle Beschwerden aus der Haldenwang-Schule, von Achim Schrecklein aufgegriffen, wurden von der Fraktion in einen Änderungsantrag an die Verwaltung gekleidet. Friedhelm Fragemann, Fraktionsvorsitzender, fordert die Überprüfung des bisherigen Vergabehandelns. Im Wortlaut heißt es: „Daher sollte eine schrittweise Wiedereinführung der Eigenreinigung geprüft werden, die der Stadt zumindest einen direkten Zugriff auf die Reinigungskräfte und eine unmittelbare Kontrolle der Arbeit ermöglichen. Eine solche Maßnahme würde zwar erhöhte Personalkosten bedeuten und bedarf im Übrigen eines längeren Vorlaufs, hätte aber am Ende mit Sicherheit ein besseres Reinigungsergebnis zur Folge. Außerdem würden Aufwendungen in anderen Bereichen geringer, so beim Vergabewesen und Beschwerdemanagement.“ Der Antrag wird im nächsten Haupt- und Finanzausschuss öffentlich behandelt. Dann müssen Verwaltung und Stadtrat Farbe bekennen, ob sie der SPD-Forderung folgen werden.
Eigener Text auf Grundlage des SPD-Antrags „Schrittweise Wiedereinführung der Eigenreinigung städtischer Immobilien“ vom 29.03.2023