Ostern, ein christliches Fest mit riesigem Symbolgehalt für Frieden, Verständigung, Toleranz und Nächstenliebe. Die Realität ist bitter. Frieden? Blicken wir beispielhaft in die Ukraine, in den Jemen oder nach Myanmar. Verständigung? Lassen wir unseren Blick nach China und Taiwan schweifen. Toleranz? Richten wir doch noch einmal unseren Blick in die vergessenen Flüchtlingslager auf dem Boden der EU oder auch in Libyen. Nächstenliebe? Nun blicken wir in den Spiegel. Wir sehen uns und beginnen ein Selbstgespräch. Frieden? Ja, ich sollte mich mehr informieren, mehr engagieren, mehr Flagge gegen Kriege aller Art zeigen. Verständigung? Ja, sie ist der Schlüssel zum friedlichen Zusammenleben. Egal, ob es sich um Staaten handelt oder um meine Nachbarschaft und Familie. Toleranz? Ja, ich erkenne deutlich meinen Egoismus, der verstärkt der Toleranz gegenüber anders Denkenden, anders Aussehenden, anders Glaubenden, anders Liebenden weichen muss. Nächstenliebe? „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Ein selbst erklärender Satz, der ungemein viel Verständigung und Toleranz von uns erfordert. Dann wäre selbst der Frieden, nicht mehr weit, sage ich laut zu meinem Spiegelbild. Jetzt gilt, das Erkannte praktisch zu leben. Vier freie Tage zu Ostern. Zeit, immer mal wieder in den Spiegel zu blicken, um mich zu erkennen.
Gesellschaft
Veröffentlicht am 07.04.2023