SPD: Irgendwas läuft falsch

Allgemein

Der sozialdemokratische Blick zurück ist mit Enttäuschung verbunden. Wahlen wurden verloren, Mitgliederzahlen tendieren deutlich nach unten. Ideen, wie unsere Stadt, unser Bundesland NRW und ganz Deutschland positiv weiterentwickelt werden könnten, haben Sozialdemokraten auf allen Ebenen der Partei erarbeitet. Wer einen Vergleich mit der Konkurrenz anstellt, erkennt keine gravierenden programmatischen Unterschiede. Dennoch sind andere Parteien erfolgreicher. Warum? Seit Jahren ringt die SPD mit dieser Frage, ohne eine allgemein gültige Antwort zu finden. Neben guten Ideen sind in erster Linie aber Personen/Persönlichkeiten entscheidend, um bei den Wählern zu punkten. Und genau hier beginnt das SPD-Problem. Zulange haben sogenannte SPD-Urgesteine an Posten und Ämtern festgehalten, ohne Nachfolger systematisch zu fördern. Die Folge: Oben wechselten die Parteivorsitzenden in immer kürzeren Zeitabständen, unten fehlen aktive Parteimitglieder. Schlechte Wahlergebnisse zwingen zu Koalitionen und Kompromissen. Klare sozialdemokratische Konturen sind nur noch auf Parteitagen spürbar. Die SPD, unten wie oben, erlebt einen andauernden Vertrauensverlust. Verzweifelte Versuche gegenzusteuern, verpuffen häufig, weil, nun sind wir wieder am Anfang dieser Analyse, weil Personen/Persönlichkeiten fehlen, die öffentliche Aufmerksamkeit UND Sympathie auf sich ziehen. Parallel sind die ehemals tragenden Säulen der SPD, die flächendeckenden Ortsvereine, fast überall sanierungsbedürftig. Die Lösung? Eine schonungslose Eröffnungsbilanz. Danach ergeben sich richtige Schlussfolgerungen (fast) automatisch.

Ein Rhader Sozi macht sich Gedanken über den Zustand seiner Partei

 
 

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