SPD: Pferde wechseln?

Bundespolitik

Diskussion nimmt an der Basis Fahrt auf

Olaf Scholz ist ein guter Bundeskanzler. Er hat unser Land mit Erfahrung und Besonnenheit bisher durch alle Krisen gebracht. Dass die Opposition ihn ständig kritisiert, gehört zum politischen Geschehen dazu. Wenn dazu die Medien flankierende Meinungsmache betreiben, wird’s gefährlich. Gefährlich für die Koalition, die SPD und Olaf Scholz. Gefährlich insbesondere, weil eine so erzeugte negative Stimmung eine Eigendynamik entwickelt, die schnell richtungslos durch die politische Landschaft mäandert. Und genauso scheint es sich innerhalb der SPD-Basis abzuzeichnen. Weil Boris Pistorius in Umfragen beliebter als Olaf Scholz ist, und weil die SPD-Wahlvorhersagen nicht gerade Grund zum Jubeln geben, ist der Glaube an eine Wende mit Pistorius im Anstieg begriffen. Die Gefahr, dass das ein Irrglaube ist, ist aber genauso groß. Es riecht ein wenig nach Panik. Olaf Scholz ist nicht zu beneiden. Mit Grünen und der FDP zu koalieren, mit Corona und russischem Krieg gegen die Ukraine konfrontiert zu sein, erfordert Nerven wie Drahtseile. Und die hat er. Beste Voraussetzungen also, die Bundestagswahl in 12 Monaten für sich und die SPD zu entscheiden. Wankelmütigkeit an der Basis schwächt diese Einschätzung momentan kräftig.

Ein Wochenendkommentar aus Rhade

 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007154349 -