
Klartext in Altendorf-Ulfkotte
Bei einer offenen Sitzung der SPD-Ratsfraktion am vergangenen Montag im Gemeindehaus Hl. Kreuz in Altendorf-Ulfkotte standen zwei Themen im Vordergrund: die geplante Nutzung der Hürfeldhalde als Deponie und der Konverter. Vor etwa zwei Dutzend Bürgerinnen und Bürgern fanden die Ratsvertreter der SPD, darunter auch Bürgermeisterkandidat Julian Fragemann, deutliche Worte. Die RAG treibe ein falsches Spiel. Ihr sei jedes Argument recht, die Halde als Deponiestandort auch für gefährliche Abfälle durchzusetzen, auch durch nachweislich unzutreffende Feststellungen. Auf Nachfrage stellte der stellv. Fraktionsvorsitzende Friedhelm Fragemann klar: ,,wir werden klagen, wenn das in Kürze anstehende Mediationsverfahren keine Einigung erbringt; denn wir haben gute Karten." Die Position der SPD in dieser Frage sei glasklar. Im Übrigen sei der gesamte Rat in dieser Frage einig.
Bezüglich des Konverters würden Standortoptionen zur Zeit gemäß Bundesimmisionsschutzgesetz geprüft. Auch hier sei die kritische Positionierung der Stadt durch eindeutige Stellungnahmen gegeben. Die ansässige Bevölkerung wäre schon in der Vergangenheit enormen Belastungen ausgesetzt worden.
Unter Verschiedenes wurde insbesondere die fehlende Nahversorgung im Ortsteil Altendorf-Ulfkotte von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern beklagt. Besonders vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung sei hier eine Lösung zwingend notwendig. Achim Schrecklein (stellv. Bürgermeister) verwies auf die Möglichkeit mobiler Versorgung, die er aus einigen ländlichen Bereichen kenne. Das Problem der Nahversorgung wird von der SPD-Fraktion in den zuständigen Ausschüssen aufgegriffen.
Pressemitteilung der Dorstener SPD-Ratsfraktion