Christoph Kopp, Teilnehmer an der Klausurtagung: Wichtig für Rhade bleibt der Öffentliche Nahverkehr. SPD-Rhade will Modell-Ortsverein sein
Klausurtagung erfolgreich
Selbstbewusst, gut gelaunt, voller Tatendrang. So treffen nach und nach
20 Mitglieder der Rhader SPD am Samstagvormittag in der Gaststätte Pierick ein, um über die Zukunft zu diskutieren.
Obwohl die dominierende Haarfarbe ins Farblose tendiert, sind die engagierten Wortbeiträge farbig und elanvoll.
Fast 40 Prozent der eingeschriebenen Rhader Sozialdemokraten suchen 3 Stunden lang nach attraktiven Angeboten, um die Bevölkerung weiterhin zu erreichen und mitzunehmen.
Nach einer intensiven Analyse der Lage, hier wurde in erster Linie die Bundes- und Landespartei seziert, wechselte man ins heimische kommunalpolitische Rhader Gebiet.
Aktuelle Sachthemen werden künftig im Mittelpunkt der offenen Mitgliederversammlungen stehen. Berichte aus den Parteigremien sollen dagegen an Dominanz verlieren.
Waren es anfangs vereinzelte Vorschläge, die aufgegriffen werden sollten, wuchs die Anzahl im Laufe der Diskussionszeit.
„Die zeitliche und inhaltliche Machbarkeit darf aber bei aller Kreativität nicht aus den Augen verloren werden“, so mahnend und etwas bremsend ein Diskussionsteilnehmer.
Bildungspolitik, hier war es in erster Linie die Grundschulpolitik (Wer entscheidet beim Übergang auf weiterführende Schulen?) und der Erhalt ortsnaher Einrichtungen, schälte sich dabei als eines der ersten Schwerpunktthemen mit oberster Priorität heraus.
Dicht gefolgt von der unübersehbaren Verkehrsproblematik in Rhade. Vorschläge der Rhader SPD, wie Fahrradstraße, Kreisverkehrssystem und Fußläufigkeit der Debbingstraße, liegen auf dem Tisch und warten auf entsprechende Verwaltungsbearbeitung. In diesem Zusammenhang wurde bedauert und beklagt, dass die Zusage, mit so genannten Planungsgesprächen bereits im Januar in Rhade zu beginnen, nicht eingehalten wurde. Ein wichtiges schriftliches Angebot der Rhader Sozialdemokraten von November 2009 an den Bürgermeister, blieb bis heute unbeantwortet.
Einen großen Stellenwert nahm auch die heimische Energieversorgung ein. Hier gilt es neben den eigenen Einsparmöglichkeiten, insbesondere für die Wechselmöglichkeit zu günstigeren Anbietern zu werben. Kaum war Hinweis auf attraktive Eigenversorgung ausgesprochen, schon gab es den Querverweis auf die Möglichkeit eigener Stadtwerke. „Die Zeit drängt. Die Zusagen während des Kommunalwahlkampfes werden wir einklagen“, so ein vorläufiges Fazit. Bekanntlich endet in wenigen Jahren der Konzessionsvertrag der Stadt Dorsten mit dem Versorger RWE. Auch die CDU war überraschend auf den fahrenden Zug (SPD/Grüne) aufgesprungen und hat entsprechende Offenheit signalisiert.
Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender zeigte sich am Ende beeindruckt von der engagierten Arbeitssitzung und richtete seinen Dank auch an die Moderatoren Dirk Hartwich und Jürgen Heinisch, die immer darauf achteten, die zuvor formulierten Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Hans-Willi Niemeyer mit unüberhörbarem Stolz: „Wir können für uns in Anspruch nehmen, ein Modell-Ortsverein nicht nur für Dorsten, sondern sicherlich im großen Kreis Recklinghausen zu sein“.
Mit einem gemeinsamen Mittagessen, die Stärkung hatten alle verdient, verabschiedete man sich ins Wochenende.