Lokale Proteste scheinen ungehört verhallt zu sein
Teile des Dorstener Krankenhauses stehen seit Monaten auf der Streichliste der Klinikreformer in Bund und Land. Nach Bekanntwerden wurde vor Ort die Verständnislosigkeit von einem parteiübergreifenden Proteststurm abgelöst. Während viele Kommunen mit gleichen Sorgen versuchten sich gerichtlichen Beistand gegen die Schließung ganzer Fachabteilungen zu sichern, ging Dorsten einen eigenen Weg. Über enge Netzwerke, die in der Lippestadt mit Landespolitikern geknüpft wurden, glaubte man besser punkten zu können als vor unabhängigen Richtern. Diese urteilen aber nicht aus ärztlicher Sicht sondern nur, ob das Stilllegungsverfahren den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Nun gibt es eine erste Übersicht der Gerichtsverfahren im Land. Bis auf ganz wenige Ausnahmen darf sich die Landespolitik als Sieger fühlen. Dass Dorsten mit seinem eigenen „Vitamin-B-Weg“ mehr Erfolg hat, scheint täglich unwahrscheinlicher zu sein. Nachdem die Kommunalwahlen, insbesondere für die CDU, erfolgreich abgeschlossen sind, müssen wir uns jetzt auf die aufgeschobenen Spar-Grausamkeiten des Landeshaushaltes einstellen. Es wäre nicht nur das Dorstener Krankenhaus, das sich dann auf der Verliererseite befindet, es wären in erster Linie die Dorstener Bürger, denen die überlebenswichtigen kurzen Wege im Notfall versperrt wären.
Rhader Gedanken auf Grundlage des Presseberichts der Ruhr nachrichten/Dorstener Zeitung „Gerichte stärken Klinikreform“ am 6.10.2025 auf der Titelseite