Schon vergessen? Demo in Dorsten nach dem Kernkraft-Supergau in Tschernobyl und Hiroshima
Unverantwortliche Forderungen nach Neustart der Kernkraft und Dauerbetrieb der Kohlekraftwerke werden lauter
Es kann alles so einfach sein. Du hast mehr im Portemonnaie, wenn Kernkraftwerke wieder ans Netz gehen und Kohlekraftwerke im Dauerbetrieb laufen. So wirbt zum Beispiel eine Rechtsaußenpartei aktuell um Wählerstimmen. Verantwortung für morgen? Fehlanzeige. Der Faktencheck: Die Bundesgesellschaft für Endlagerung teilt regelmäßig mit, wann und wo mit einem Endlager für den Müll der Kernkraft gerechnet werden kann. Zitat: „Die ersten Kernkraftwerke gingen hierzulande in den 1960er-Jahren ans Netz. Bis der Standort für das sichere Endlager gefunden und die Abfälle in einigen Hundert Metern Tiefe endgelagert sind, werden weitere Jahrzehnte vergehen. Und damit nicht genug: 500 Jahre lang - so will es das Gesetz - sollen die Abfälle bergbar sein.“ Zwei Seiten weiter heißt es: „Eine Lagerstätte muss für die Dauer von einer Million Jahre angelegt sein“. Wer nach diesem Kenntnisstand jetzt noch nach einem Neustart der Kernkraft ruft, hat nur sich und nicht die folgenden Generationen im Blick. Wer die Klimakonferenzen, wie jetzt in Baku, nicht völlig ignoriert, kann nicht guten Gewissens weiter die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas fordern. Hören wir, was Konfuzius (551-479 v. Chr.) dazu sagt: „Wenn der Mensch nicht über das nachdenkt, was in ferner Zukunft liegt, wird er das schon in naher Zukunft bereuen.“
Rhader Appell, auch das MORGEN im Blick zu haben