Verkehr Der Nahverkehr geht in die Luft?

Eine Luftnummer

 

Weil unten alles zu ist, soll jetzt nach oben ausgewichen werden. Lufttaxis werden zurzeit getestet. Unter allgemeiner Verkehrspolitik ist zu verstehen, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichwertig behandelt werden. Anstatt das Vorhandene und nicht Funktionierende zu optimieren, scheint der zuständige Minister (Andreas Scheuer, CSU) den Boden unter den Füßen zu verlieren. Wir wollen an dieser Stelle keineswegs gegen den technischen Fortschritt opponieren, aber daran erinnern, dass z. B. die meisten Ampeln im Zeitalter der Digitalisierung noch immer nicht auf den echten Bedarf reagieren. Anstatt den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver anzubieten, wird an der nächsten Luftnummer gebaut. Anstatt eine wirkliche Verkehrswende auszurufen, unter dem Aspekt des lebensnotwendigen Klimaschutzes, verhaspelt sich der Verkehrsminister im Geflecht der Automobil- und Luftfahrtkonzerne. Nein, so kommen wir einfach nicht von der Stelle. Gesucht werden Parteien und Politiker, die eine Vision für „die da unten“ haben und nicht an Wolkenkuckucksheimen für „die da oben“ basteln.

Ein Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 14.03.2019

 

Presse Die Woche der Brüderlichkeit – Dem Antisemitismus entgegentreten

Christlich-jüdische Zusammenarbeit ist weiter dringend nötig – Journalisten tragen eine wichtige Mitverantwortung

 

Alljährlich, übrigens seit 1952, findet im März die Woche der Brüderlichkeit statt. Christen und Juden diskutieren dann über eine fruchtbare Zusammenarbeit und erinnern auch an den Holocaust, der mit unfassbarer deutscher Brutalität Millionen Opfer gefordert hat. Im Landesmuseum Oldenburg ist ein Zeitungsausschnitt von 1938 ausgestellt, der auf unglaubliche Art und Weise dokumentiert, wie Hetze auch durch verantwortungslose Journalisten transportiert wurde. Siehe Foto. Daran wird deutlich, welche Verantwortung Journalisten zu jeder Zeit tragen. Sie können mit Fake -News manipulieren, sogar  zur Pogromstimmung auffordern.

Der Text einer Wilhelmshavener Zeitung (Nov. 1938) in Auszügen:

Ein Schandfleck Jevers beseitigt

 … von einer aufs tiefste über den jüdischen Meuchelmord erbitterten Volksmenge wurde in der vorletzten Nacht die Synagoge (in Jever) in Brand gesetzt. Die jüdische Einwohnerschaft, die zum Teil in Schutzhaft genommen wurde, soll dankbar sein, dass unsere mit vollem Recht erbitterte Einwohnerschaft es mit dem Niederbrennen der Synagoge bewenden ließ. Sie war ein Schandfleck unserer schönen Stadt. …

 

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 13.03.2019

 

Gesellschaft Berthold John schreibt an den Bürgermeister

Ein Leserbrief mit klarer Botschaft

 

„ als Zeichen der Geselligkeit“ so der Bürgermeister Tobias Stockhoff bei Überreichung einer Flasche Rotwein an den Ehrenbeamten der Stadt Dorsten. Damit spricht er aus und handelt, was vielen Leuten bereits bekannt ist. Alkohol ist gesellschaftsfähig schlechthin und wird nicht nur gesellschaftlich akzeptiert.

Dabei gibt mir zu bedenken, dass Alkohol die Volksdroge Nr. 1 ist.

Die DHS ( Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.) geht von jährlich 74.000 Todesfällen aus, die durch reinen Alkoholkonsum oder von Tabak und Alkohol bedingt sind. Die direkten und indirekten Kosten des Alkoholkonsums werden auf jährlich 40 Milliarden € beziffert, bei Einnahmen aus alkoholbedingten Steuern in Höhe von 3,165 Milliarden €.

Als Mitglied der Selbsthilfegruppe des Bke Wulfen (Blaues Kreuz in der ev. Kirche) übe ich gemeinsam mit der Caritas Dorsten Präventionsmaßnahmen in Schulen aus. Es geht mir nicht darum, den Alkohol als Genussmittel mies zu machen, sondern gerade der Jugend aufzuzeigen, sorgsam mit dem Thema „ Alkohol“ umzugehen.

Die von dem Bürgermeister vertretene Auffassung ist nicht hilfreich für unsere Aufklärungsarbeit. Ich denke da auch an die Karnevalsumzüge, bei denen Jugendliche durch zu hohen Alkoholgenuss und Vorglühen negativ auffallen. Vielleicht geht der Bürgermeister ja auch mit gutem Beispiel voran und sucht demnächst andere Möglichkeiten der Anerkennung als ein Alkoholpräsent.

Mit freundlichen Grüßen

Berthold John

Ruhrstr. 104

46286 Dorsten

Veröffentlicht am 12.03.2019

 

Darum geht's auch beim Bürgerforum: Klimaschutzkonzept Dorsten Gesellschaft Wir alle sind Rhade - Wir alle können mitreden und mitbestimmen

Das Rhader Bürgerforum lädt ein

 

Wir laden Sie herzlich ein, am Montag, 18. März 2019, 19:30 Uhr, an der nächsten Versammlung des Bürgerforums Rhade im CMH Rhade teilzunehmen.

Der Arbeitskreis „Rahmenplanung/Verkehr“ hat mit dem überdachten Rastplatz „Zum Vorwerk“ einen wichtigen Schritt im Rahmen ihres Projektes „Fahrradspange Rhade/Lippe“ getan. Es bleibt spannend zu erfahren, welche nächsten Ziele erreicht wurden und wie es weitergehen soll. Die Arbeitsgruppe wird dazu ihren Bericht vorstellen.

Die ersten Mitnahmebänke stehen, auch dieses Projekt hat somit einen wichtigen Meilenstein erreicht. Wie geht es weiter? Kommt noch eine weitere Mitnahmebank im Dorf und wo wird sie stehen? Die Arbeitsgruppe Demografie wird dazu ihren Bericht präsentieren.

Der Bürgermeister persönlich will eine Diskussion mit dem Titel „Dorsten steht für Menschenwürde, Demokratie und Respekt“ in alle Gesellschaftsschichten tragen. Wir als Organisationsteam unterstützen diesen Gedanken und freuen uns auf seine Ausführungen und Anregungen, gemeinsam zu erarbeiten, was uns wirklich wichtig ist.

Der Klimaschutz ist in aller Munde und betrifft uns und unseren Lebensraum. Auf vielen Ebenen wird diskutiert, wie wir gemeinsam Beiträge zum Schutz des Klimas und der Umwelt leisten können. Dabei müssen verschiedenste Interessen wie Wirtschaft, Umwelt, Natur und Bürgerinteressen beachtet werden in oft emotional geführten Diskussionen.
Was eine Kommune zu dieser wichtigen Frage beisteuern kann und will, wird uns der Klimaschutzmanager der Stadt Dorsten –Herr Sebastian Cornelius - präsentieren.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können sich auf der Internetseite „Rhade.de“ unter „Rhade / Bürgerforum Rhade“ zusätzlich informieren und ggfs. auch weitere Vorschläge zu künftigen Arbeitsthemen des Bürgerforums einreichen.

Wir hoffen erneut auf eine gute Resonanz und einen interessanten und spannenden Abend. Wir bitten Sie daher, auch Freunde, Nachbarn und Bekannte auf diesen Termin aufmerksam zu machen.

 

Dorsten, Organisationsteam Bürgerforum Rhade 

i.A. Hans-Peter Steffens

Veröffentlicht am 11.03.2019

 

Landespolitik Dorsten: Diskussion über Straßenbauanliegerbeiträge hält an

Sonntagsgedanken aus Rhade

Die Dorstener CDU hat ein Problem. Sie schafft es einfach nicht, ihrer Landesregierung mit deutlichen Worten zu vermitteln, dass die kommunalen Straßenausbaubeiträge, zu denen nur die Anlieger herangezogen werden, ungerecht sind und abgeschafft gehören. So wie in anderen Bundesländern, müssen auch hier die städtischen Einnahmeausfälle vom Land NRW übernommen werden. Stattdessen eiert sie rum und lässt vom Pressesprecher einen Leserbrief verfassen, der an Peinlichkeit und Hochmut nicht zu überbieten ist. Soll er doch mal in die eigenen Ortsverbände hineinzuhorchen.  Da wird er nämlich keinen finden, der für die ungerechten Beiträge die Hand hoch hält. Das Verhalten zeigt, dass das eigenständige Denken zugunsten einer blinden Parteitreue geopfert wird. Und was sagt unser Bürgermeister? Auch er versucht mit nicht nachvollziehbaren öffentlichen Stellungnahmen Verständnis für die Abgabe zu erzielen. Erfolglos, wie alle öffentlichen Antworten zeigen. Anstatt einfach zu sagen, ja, auch ich finde, dass das Kommunale Abgabengesetz dringend geändert werden muss, ja, auch ich werde mich künftig dafür einsetzen, dass das Land NRW und meine CDU-Regierung umsteuert, ja, auch ich unterstütze den Bund der Steuerzahler, der mit 350.000 Unterschriften beeindruckend zeigt, wie die NRW-Bevölkerung über diese Berechnungsgrundlage denkt – nämlich ablehnend! „Wir haben verstanden“, das wäre die einzige Positionierung, die bürgernah und gerecht wäre. CDU und, nicht zu vergessen, die  FDP, werden diesen Satz erst dann sagen, wenn die berechtigten Bürgerproteste nicht nachlassen.  

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 10.03.2019

 

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