Kein gutes Zeichen – Ein Zwischenruf aus Rhade
Wir wissen nicht, was dahinter steckt. Wir können nur Vermutungen anstellen. Wenn der Landrat des Kreises RE (SPD) nach Dorsten kommt, um eine Millioneninvestition (Bismarckstraße) frei zu geben, nehmen in der Regel der Bürgermeister der kreisangehörigen Stadt Dorsten (CDU) und sein engster Stab teil. Sie zogen es aber vor, im „stillen Kämmerlein“ des Rathauses zu bleiben, das nur wenige Meter vom Ort des Geschehens liegt. Die Begründung, die die örtliche Presse kritiklos übernommen hat, scheint wenig glaubwürdig zu sein. Sinngemäß heißt es da, dass die Bauarbeiten nicht im vereinbarten Zeitfenster abgeschlossen wurden und die Verantwortung dafür beim Kreis liege. Und deshalb wolle man nicht an einer „feierlichen Wiedereröffnung“ der Kreisstraße teilnehmen. Vermutlich und sehr wahrscheinlich ist aber, dass die beiden Protagonisten nicht (mehr) miteinander können. Da ist ja noch die Sache mit dem Kreishaus RE, das mit dreistelligem Millionenaufwand neu errichtet werden soll, wenn es nach dem Kreis geht. Ganz anderer Meinung ist der Bürgermeister der Lippestadt, der als wichtiges Sprachrohr der Widersacher gilt. In der laufenden Auseinandersetzung, zurzeit läuft ein von der CDU unterstütztes Bürgerbegehren gegen den Neubau des Kreishauses, scheint gemeinsame Öffentlichkeit mit dem sozialdemokratischen Landrat aus Dorstener Sicht nicht wünschenswert zu sein. Wenn unsere Vermutung nicht ganz falsch ist, dann muss sich der Dorstener Bürgermeister fragen lassen, ob sein Verhalten wirklich professionell ist. Zweifel wären dann nämlich angebracht.
Veröffentlicht am 25.08.2018
Ehrenamtliches Engagement und Sponsoren machen es möglich
Verwundert werden sich einige Rhader am Mittwoch im Umkreis des Carola Martius-Hauses die Augen, besser die Ohren gerieben haben. Ein begeistertes Kinderpublikum war auf den Stühlen kaum noch zu halten. Oben auf der Bühne agierte nämlich „Kasperle“ und erzählte eine spannende Geschichte. Um den Räuber zu fangen und die Gerechtigkeit siegen zu lassen, war er nämlich auf die Unterstützung der Kleinen im Saal dringend angewiesen. Und diese gaben alles. Gestikulierend und laut rufend erkannten sie sofort den Unterschied zwischen dem Guten und der Schattenseite des Miteinanders. Ende gut, alles gut.
Stephan Tränkler, Chef des Original Hohnsteiner Puppentheaters, dem ältesten in Deutschland, bewies einmal mehr, dass Puppenspiel eine große Kunst ist. Wer es nämlich schafft, Kinder, die mit TV-Serien und Computerspielen aufwachsen, 45 Minuten mit Figuren zu fesseln, verdient das Prädikat Extraklasse.
Brigitte Hartwich zeigte sich rundherum zufrieden und dankbar, dass auch diese 10. Veranstaltung, für die sie organisatorisch verantwortlich zeichnete, erfolgreich war. Mit ihrem Angebot, klassisches Kasperletheater in Rhade, immer in der letzten Sommerferienwoche kostenlos (Kultur für alle) anzubieten, wurden jeweils zwischen 100 und 150 Kinder erreicht. „Kasperletheater ist ein großes, unvergessliches Mitmachtheater“, so ihre abschließende Bewertung. Abschließend auch deshalb, weil sie den „Staffelstab“ der Organisation nun in jüngere Hände übergeben wird. „Ich bin sehr froh, dass Nicole Triptrap und Mechthild Hartwich sich bereit erklärt haben, den traditionellen Ferienspaß in Rhade weiterführen zu wollen. Sie vergaß aber beim abschließenden Kaffeetrinken der Helfer nicht, sich besonders auch bei den Sponsoren zu bedanken. Dazu gehört die örtliche Volksbank, Achim Schrecklein und die St. Urbanus-Gemeinde, die das Carola Martius-Haus zur Verfügung stellt. Eine Überraschung bereitete die Rhader SPD, die seit 10 Jahren das Helferteam stellt. Hanne Neumann überreichte einen Blumenstrauß und dankte auch im Namen der vielen Rhader Kinder, die Kasper und Co. vor Ort persönlich kennengelernt haben. Der Dank an Brigitte Hartwich war verbunden mit der Zusage an „die Neuen“, auch weiterhin unterstützend zur Verfügung zu stehen.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 24.08.2018
Warum darf für Alkohol weiter uneingeschränkt geworben werden?
Es hat lange gedauert bis die Werbung für Tabakprodukte verboten wurde. Der Grund: Rauchen gefährdet nicht nur die Gesundheit, es macht krank. Das damit verbundene Leid und die hohen Behandlungskosten haben letztlich dazu geführt, Zigaretten nicht zu verbieten, aber keine öffentliche Werbung mehr zuzulassen. Das, was für Nikotin gilt, muss auch für Alkohol gelten. Die Folgen sind mindestens so gravierend wie beim zuvor genannten Suchtmittel. Der Gesetzgeber in Berlin ist gefragt. Eine Anfrage der Rhader SPD, ob und was bisher in dieser Richtung geschehen ist, wurde ausweichend beantwortet. Ja, im zuständigen Ausschuss wurde darüber gesprochen, konkrete Maßnahmen gibt es (noch) nicht. Der aufmerksame DZ-Zeitungsleser wurde gestern auf der 1. Seite darüber informiert, dass Alkohol eine der Ursachen für das gefährliche Herzrasen, die Volkskrankheit Nummer 1, ist. Eine deutliche Warnung. Einige Tage davor wurde im Lokalteil der gleichen Zeitung über die jetzt wieder stattfindende Dorstener Bierbörse großflächig und umfangreich berichtet. Ein Widerspruch?
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 23.08.2018
Carola Martius-Haus, 15 Uhr – Eintritt frei
Veröffentlicht am 22.08.2018
Heiko Maas besucht Auschwitz – Unsere Verantwortung endet nie
Außenminister Heiko Maas (SPD) besucht das schreckliche Vernichtungslager Auschwitz, in dem Millionen Menschen von den Nazis umgebracht wurden. Das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte. Unsere Geschichte! Seine kurzen Ausführungen danach und sein Eintrag ins Besucherbuch haben die Öffentlichkeit tief beeindruckt:
- Wenn ich hier in Auschwitz bin, dann begegne ich meinen Zweifeln an Gott, meinem Misstrauen gegenüber Menschen, meiner Verachtung vor Teilen der Geschichte.
- Die Hölle auf Erden sie war eine deutsche Schöpfung
- …ich bin nicht wegen Willy Brandt, nicht wegen der Friedensbewegung … in die Politik gegangen, sondern wegen Auschwitz …
Heiko Maas hat mit diesem Besuch und seinen nachdenklich machenden Worten daran erinnert, dass wir alle eine Verantwortung haben, den „neuen Rechten“ mutig gegenüberzutreten. Ein wichtiger Grund, nicht abseits zu stehen, sondern die demokratischen Parteien zu stärken. Und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands braucht Unterstützung. Heiko Maas liefert dafür eine starke Begründung.
Eigener Bericht auf Grundlage der DZ am 21.08.2018 „Maas in der deutschen „Hölle auf Erden“. Sehr lesenswert.
Veröffentlicht am 22.08.2018