Dr. Hans-Udo Schneider kommentiert Verwaltungsmitteilung: Masse statt Klasse
Mit Stolz verkündet die Stadtverwaltung: „Die Nachfrage konnten wir komplett bedienen“. Was vordergründig wie ein großer Erfolg aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Täuschung. Noch mehr Leistungsdruck auf eh schon überlastete Erzieherinnen, Einschränkungen im Raumprogramm und damit verbunden die weitere Senkung pädagogischer Standards. Hier kommt sie wieder zum Vorschein, die Illusion, als sei Arbeit im Kindergarten ein Kinderspiel. Immer lauter werden die Klagen der Grundschulen, über mangelnde Schulreife, fehlende sprachliche und soziale Kompetenzen und die Zunahme von Verhaltensproblemen, von den Herausforderungen der Migrantenkinder ganz zu schweigen. Ungleichheit wird so gefördert, Integration verhindert. Seit Jahrzehnten fehlt der Stadt eine Konzeption frühkindlicher Erziehung. Wer sich vom Diktat knapper Kassen leiten lässt, wird die Probleme verschärfen. In der Zeit zurückgehender Kinderzahlen sind Einrichtungen voreilig geschlossen worden. Die Chance in benachteiligten Stadtteilen Qualitätsstandards zu setzen, wurde wieder einmal verpasst.
Dr. Hans Udo Schneider, Dipl. Psych. /Psychotherapeut
Wird morgen fortgesetzt. Siehe auch dazu unseren Bericht auf dieser Internetseite: „Schafft endlich mehr Chancengleichheit!“ vom 23. Mai 2018
Veröffentlicht am 04.06.2018
Problem erkannt, Skandal benannt, Fehler öffentlich gemacht – Job verloren
Nicht zum ersten Mal ist derjenige, der ein Fehlverhalten der staatlichen Verwaltung aufzeigt, der erste Verlierer. In diesem Fall ist es eine Regierungsrätin aus Bayern, die sich als Chefin nach Bremen beworben hatte, um den Asyl-Anerkennungsskandal aufzuklären und in der Verwaltung aufzuräumen. Im Gepäck hatte sie beste Arbeits-Beurteilungen und anerkennende Bewertungen ihrer bisherigen Vorgesetzten. Nachdem sie das Ausmaß der „Schlampereien“ vor Ort erkannt hatte, schrieb sie einen 99-seitigen Bericht mit dem Titel „Unregelmäßigkeiten im Asylverfahren in der BANF-Außenstelle Bremen“. Empfänger waren u. a. die BANF-Zentrale, die Staatsanwaltschaft und Horst Seehofer. Josefa Schmid, so der Name der Spitzenbeamtin ist aber mit ihrer akribischen und hartnäckigen Art den Skandal auch Skandal zu benennen, bei ihrer vorgesetzten Behörde angeeckt. Zu viel Öffentlichkeit würde dem Ansehen der Behörde und ihrer Mitarbeiter nicht gut tun, so sinngemäß die unmissverständlichen Hinweise an Josefa Schmid. „Wer nicht hören will, muss fühlen“. So lässt sich kurz zusammenfassen, was Beamten droht, wenn sie öffentlich Zivilcourage zeigen. Aus dienstlichen Gründen wurde sie dann kurzerhand zur Außenstelle Deggendorf versetzt. Dagegen hat sie Klage eingereicht. Der Bremer Skandal wird jetzt, dank Josefa Schmid nicht im Hinterzimmer behandelt, sondern öffentlich. Ob Horst Seehofer, der frühzeitig informiert war, aus taktischen Gründen geschwiegen hat, wird sich noch herausstellen. Abschließend sei noch erwähnt, dass Josefa Schmid, ehemals CSU-Mitglied zur FDP gewechselt ist und als Kandidatin für den bayerischen Landtag nominiert wurde.
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Schnauze, Schmid“, 24.Mai 2018
Veröffentlicht am 03.06.2018
Eine persönliche Würdigung
1975. Plötzlich war ich Mitglied im Kulturausschuss des Dorstener Stadtrates. Ohne Hilmar Hoffmann, den allseits anerkannten Kulturexperten der SPD hätte ich nie verstanden, welchen Stellenwert Kultur in einer Stadt haben sollte, besser, haben muss. Und, dass Kulturangebote immer so angelegt sein müssen, dass alle Bürgerinnen und Bürger teilhaben können. Sein Buch „KULTUR FÜR ALLE“ war die Pflichtlektüre aller Kulturmacher. Ich habe Hilmar Hoffmann zwar nie persönlich kennengelernt, er hat mich aber mit seinen Ideen und Anregungen bis heute geprägt und motiviert, sich in seinem Sinne weiter zu engagieren. KULTUR FÜR ALLE! Auch in unserer Stadt! Auch in allen Dorstener Stadtteilen!
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 02.06.2018
Radweg entlang der Kreisstraße wird saniert
Wer will, dass dem örtlichen und ortsteilverbindenden Radverkehr ein höherer Stellenwert als bisher eingeräumt wird, der muss auch attraktive Radwege anbieten. Attraktiv heißt, nicht nur abseits vom motorisierten Verkehr, sondern auch in einem Zustand, der sicheres und flottes Fahren ermöglicht. Mitarbeiter der Kreisverwaltung Recklinghausen, zuständig u. a. für die Kreisstraße 13 die Rhade mit Lembeck verbindet, haben jetzt bei einer Ortsbesichtigung festgestellt, dass Teile des genannten Radwegs saniert, bzw. instand gesetzt werden müssen. Nicole Wölke, SPD-Kreistagsmitglied aus Dorsten nahm am Ortstermin teil und konnte sich überzeugen, dass da dringend Handlungsbedarf besteht. Sie berichtet nun, dass bereits im Juli/August mit den Reparaturarbeiten begonnen werden soll. Eine gute Nachricht für Rhade und Lembeck und für alle Radfahrer, die sich noch täglich über die holperige, in Teilbereichen auch nicht ungefährliche Radfahrbahn ärgern. Die Rhader SPD, die bereits mehrere Konzepte zur Verbesserung des städtischen Radverkehrs vorlegt und einen Fahrradbeauftragten gefordert hat, zeigt sich zufrieden, dass es „Stück für Stück voran geht“.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 02.06.2018
„Kita-Beiträge abschaffen – Bildungsgerechtigkeit herstellen!“
Die Bertelsmann-Stiftung hat untersucht, wie ungerecht die finanziellen Belastungen von Eltern für die frühkindliche Bildung in den Kitas sind. Die Studie kommt zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die Höhe der Kitagebühren oder ob überhaupt Gebühren erhoben werden, in erster Linie vom Wohnort abhängt und das ist im höchsten Maße unsozial. Hierzu erklärt Michael Hübner, Landtagsabgeordneter für Dorsten: „Die Städte mit den höchsten sozialen Belastungen müssen ihre Bürger mit viel zu hohen Kita-Gebühren belasten. Reiche und wohlhabende Städte stellen für ihre Kleinsten die Kitas kostenlos zur Verfügung. Chancengerechtigkeit geht anders. Die Städte im nördlichen Ruhrgebiet liegen landesweit ganz oben bei den sozialen Belastungen und können sich kostenlose Bildung für Ihre Kleinsten nicht leisten. Zumindest haben aber Dorsten und umliegenden Städte eine fast einheitliche Beitragstabelle.“ Hübner weiter: “Die frühkindliche Bildung ist das wichtigste ...
Veröffentlicht am 01.06.2018