Schule und Bildung Dorstener Schuldiskussion kommt in Gang – das ist überfällig

Neue Schule - Modell oder Übergangslösung?

Seit Jahrzehnten wird in allen 16 Bundesländern über die „richtige“ Bildungspolitik gestritten. Die Parteien haben nicht selten dabei den Durchblick durch ihre ideologische Brille verloren. Leidtragende sind immer die Schüler, deren Eltern und verunsicherte Pädagogen. Es gibt international kein Land, das die Schüler in soviel „Schubfächer“ aufteilt, wie in Deutschland. Wir kennen nach der Grundschule die Haupt-, Real-, Gesamtschulen sowie Gymnasien. Darüberhinaus ergänzen diverse Privat- und Förderschulen das Angebot. Nur ganz langsam setzt sich die Erkenntnis auch bei uns durch, dass die Schullandschaft eher einem Flickenteppich gleicht, als einem logischen System folgt. Internationale Leistungsvergleiche zeigen nämlich, dass wir nicht besser als unsere Nachbarn sind. Anstatt jetzt die Erkenntnis, dass Haupt- und Realschulen „Auslaufmodelle“ sind, die Abstimmung mit den Füßen ist nicht mehr durch Schönreden wegzudiskutieren, und das Schulangebot der Nachfrage anzupassen, werden neue Schultypen „geboren“. In NRW wurde so die Sekundarschule aus der Taufe gehoben, die übrigens in Niedersachsen Oberschule und in Dorsten Neue Schule heißt. Jetzt wird, nach den diesjährigen Schulanmeldezahlen, darüber diskutiert, ob das Sortier- und Selektionsverfahren richtig, fair und noch zeitgemäß ist. Wichtig ist, dass die Diskussion sachlich geführt wird. Das schließt eine klare Positionierung nicht aus. So wie sie jetzt im Schulausschuss von der SPD angestoßen und durch Leserbriefe in der örtlichen Zeitung bestätigt wurde.

Ein Einwurf aus Rhade

Veröffentlicht am 17.04.2018

 

Landespolitik Die SPD-NRW stellt sich neu auf

Sebastian Hartmann soll neuer Landesvorsitzender werden

Ein Grund, mal auf seine Homepage www.sebastian.hartmann.de zu blicken:

Mein Name ist Sebastian Hartmann und ich bin Bundestagsabgeordneter der SPD im Wahlkreis 97, Rhein-Sieg-I. Geboren wurde ich am 07.07.1977 in Oberhausen, lebe aber seit meiner Kindheit im Rhein-Sieg-Kreis und bin verheiratet.

Politischer Werdegang

Mitglied der SPD wurde ich im Juli 1993. Zunächst politisch aktiv in der SPD-Jugendorganisation (Jusos), unter anderem als Vorsitzender der Jusos im Rhein-Sieg-Kreis, folgte 2004 der Vorsitz der SPD in Bornheim und 2005 die Wahl zum Vorsitzenden der SPD im Rhein-Sieg-Kreis. Ich wurde 2006, 2008, 2010, 2012, 2014 und zuletzt 2016 zum Vorsitzenden der SPD Rhein-Sieg wiedergewählt. Mein besonderer Schwerpunkt im politischen Engagement liegt in der Kommunalpolitik. Bereits seit 1999 bin ich Mitglied des Kreistages. Zunächst als finanzpolitischer Sprecher, ordentliches Mitglied des Kreisausschusses, des Personalausschusses und Gründungsmitglied des Arbeitskreises Europa. Von 2007 bis 2014 durfte ich mich zusätzlich als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion für unsere regionale Weiterentwicklung einsetzen. Seit 2014 bin ich stellvertretender Landrat des Rhein-Sieg-Kreises. 2013 und erneut 2017 wurde ich über die Landesliste der SPD in NRW in den Deutschen Bundestag gewählt.

Ausbildung und beruflicher Werdegang

Veröffentlicht am 16.04.2018

 

Allgemein 1968 / 2018 – 50 Jahre: Ein persönlicher, politischer Rückblick

Gesellschaftspolitisches Engagement macht das Leben reicher

Es waren bewegte Zeiten, so um 1968. Junge Menschen stellten plötzlich Fragen, die Antworten kamen überwiegend ausweichend, wenn überhaupt. Gefragt wurden die Eltern, die Lehrer, die Politiker. „Was war? Was ist? Wo wollen wir hin?“ Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, mobilisierten immer mehr junge Menschen, sich einzumischen. Berlin war bald überall. Hier die aufbegehrende Jugend, dort eine Gesellschaft, die sich schon allein durch kritische Anmerkungen in ihrer Selbstgerechtigkeit angegriffen fühlte. Springers BILD war das polemische, hetzende Sprachrohr der schweigenden Mehrheit. Franz-Josef Strauß einer der politischen Scharfmacher. Und dann die Katastrophe. Rudi Dutschke, sogenannter Studentenführer und charismatische Persönlichkeit wurde 1968, heute vor 50 Jahren, das Opfer dieser Hetze. Er wurde auf offener Straße in Berlin niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Demonstrationen gegen Springer überall. Auch in Essen. Die Auslieferung von BILD zu verhindern, waren Tausende auf den Beinen. Auch wenn der Versuch fehl schlug, es war der Auftakt, mein politischer Auftakt, jetzt Farbe zu bekennen. Willy Brandt, von „den Eltern“ noch als Vaterlandsverräter diffamiert, wurde unser Vorbild. Unsere anfängliche ungeordnete und spontihafte Revolte mündete nach und nach im demokratischen Fahrwasser. Der „Marsch durch die Institutionen“ hatte 1972, durch den Eintritt in die SPD, endgültig begonnen. Ein spannender Marsch bis heute, mal erfolgreich, überwiegend ernüchternd. Heute, 50 Jahre danach, ein kurzes Resümee dieses Engagements. Die gesellschaftspolitische Arbeit ist nie beendet. Sie ist lebensnotwendig, um den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu ebnen. Gesellschaftspolitisches Engagement macht das eigene Leben reicher.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 15.04.2018

 

Landespolitik NRW-SPD stellt sich neu auf

Nadja Lüders wird Generalsekretärin

Sie ist Landtagsabgeordnete und wird von allen Kolleginnen und Kollegen sehr geschätzt und respektiert. Wer ist Nadja Lüders, die in Kürze zur Generalsekretärin der NRWSPD gewählt werden soll und damit eine Schlüsselfunktion einnimmt, um die dringende Erneuerung der Partei zu organisieren? Wir haben auf ihrer Homepage einfach mal geblättert:

Persönliches:

  • Geburtstag: 15.10.1970 (in Witten)
  • Familienstand: verheiratet
  • Beruf: Rechtsanwältin (1990-1995 Studium an der Westfälischen Wilhelms- Universität Münster/1995 Erstes jur. Staatsexamen/1998 Zweites jur. Staatsexamen)

Politischer Werdegang:

Veröffentlicht am 14.04.2018

 

Das Dorstener Haushaltsloch. Trotz aller Reparaturbemühungen ist kein Land in Sicht, sagt die SPD-Fraktion Kommunalpolitik SPD-Fraktion der Lippestadt mit Weckruf

Finanzausstattung muss verbessert werden - sofort! 

Seit Jahren geht Dorsten „am Stock“. Finanziell gesehen. Die Verschuldung ist so hoch, dass die Aufsichtsbehörde des Landes die Daumenschrauben anzog. In der Folge musste ein langjähriges Sparprogramm „durchgezogen“ werden, das die „Luft zum Atmen“ nahm. Steuern wurden heraufgesetzt, dringende Investitionen untersagt. „Dorsten spart sich kaputt“, lautete ein immer wiederkehrender Vorwurf. Die Attraktivität der Lippestadt nahm Schaden. Dass der Bund und das Land mit Sonderzuweisungen unterstützend eingriff, milderte das Problem zwar, aber es beseitigte es nicht. Im Gegenteil, den Kommunen, also auch Dorsten, wurden immer neue Aufgaben zugewiesen, deren Finanzierung nur scheinbar durch die Auftraggeber erfolgte. Immer bleibt ein Rest an Folgekosten bei der Stadt hängen, der die Sparbemühungen belastet. „Die Selbstverwaltung Dorstens ist dadurch gefährdet“, lautet eine kritische Anmerkung eines kenntnisreichen Beobachters vor Ort. Die Dorstener Stadtratsfraktion hat nun eine umfangreiche und beeindruckte Zusammenstellung der gesamten Finanzproblematik als Resolution für den gesamten Stadtrat formuliert. Sie soll gemeinsam beraten und abgestimmt werden, um dann damit im Land und Bund eine fairere Schlüsselzuweisung von oben nach unten zu erreichen. Der Schlusssatz lautet zusammenfassend und selbsterklärend: „Damit haben sie aber auch die Verantwortung, das Verfassungsgebot der Herstellung vergleichbarer Lebensverhältnisse und die verfassungsrechtlich begründete Beachtung der kommunalen Selbstverwaltung umzusetzen.“

Im Wortlaut:

Veröffentlicht am 13.04.2018

 

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