Mit Scheuklappen ist keine moderne Bildungspolitik zu machen
Nicht nur in Dorsten, sondern im ganzen Land NRW fehlen Gesamtschulen. Die Folge: Für viele Schulkinder (und deren Eltern) beginnt wieder einmal der Umstieg von der Grund- in eine weiterführende Schule mit einer tiefen Enttäuschung. Die Gesamtschule vor Ort muss bittere Absagebriefe versenden, weil die Schule aus allen Nähten platzt. „Das ist nicht gerecht und ein unhaltbarer Zustand“, so lässt sich die Stellungnahme des Elternverbandes der integrierten Gesamtschulen zusammenfassen, die von der Gewerkschaft GEW unterstützt wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Auswirkungen wahrzunehmen, das Abitur an Gymnasien bereits in 8 Jahren zu absolvieren (G8) und an Gesamtschulen wie bisher in 9 Jahren (G9). Plötzlich waren noch mehr Gesamtschulplätze nachgefragt, die Anmeldungen an Gymnasien sanken bedrohlich. Rot-grün schaffte es nicht, den Elternwillen zu erkennen und frühzeitig gegenzusteuern. Die Quittung, sprich Abwahl, wurde insbesondere einer verfehlten Bildungspolitik zugeschrieben. Dass Schwarz-Gelb, die ursprünglichen Befürworter von G8 wieder G9 eingeführt haben und sich dafür feiern lassen, ist ein Treppenwitz der NRW-Parteien-Geschichte. Die Bildungslandschaft, auch in Dorsten, gleicht einem Flickenteppich. Es wird wirklich Zeit, die ideologischen Scheuklappen abzulegen und dem Elternwillen nach ausreichend Gesamtschulplätzen nachzukommen.
Ein kritischer Einwurf aus Rhade
Veröffentlicht am 19.03.2018
Wie funktioniert eigentlich ein Parteieintritt? Was ändert sich danach und welche Rechte und Pflichten haben die Mitglieder? Marcel ist Ende 2015 der SPD beigetreten und heute froh, diesen Schritt getan zu haben. Gemeinsam mit ihm blicken wir zurück auf diese Zeit und erklären alles Wichtige zum Parteieintritt und der Zeit danach.
Wie war der Eintrittsprozess?
Doch wie in die SPD eintreten? Für Marcel war schnell klar – online ist das am einfachsten. Nachdem er seinen Namen, sein Alter, die Anschrift und den Beruf in das Online-Formular eingegeben und es abgeschickt hatte, war er ganz aufgeregt: „In eine Partei einzutreten macht man ja nicht einfach so. Das ist ein großer Schritt, der will gut überlegt sein.“ Gespannt war der damals 24-Jährige, wie sein Umfeld reagiert. „Menschen, die man schon lange kennt, verbinden einen jetzt mit der SPD und sprechen einen auf die Inhalte der Partei an. Da ist es dann gut, auch eine Antwort zu haben.“
Vier Möglichkeiten, Parteimitglied zu werden:
Veröffentlicht am 18.03.2018
Sie stehen an der Spitze einer Stadt, sitzen im Landtag oder im Bundestag. Keiner von ihnen ist älter als 40 Jahre. Wir haben sie gefragt: Wie muss sich die SPD entwickeln?
Das hatten wir schon. Das wollen wir nicht. Das sind Einstellungen, mit denen Elvan Korkmaz so gar nichts anfangen kann: „Diese Sätze will ich nicht mehr hören“. Neugierig müsse die SPD sein, mutiger, und sich vor allem durch den Inhalt unterscheidbar machen. Dass Erneuerung geht, hat die Sozialdemokratie an vielen Stellen immer wieder gezeigt. Vorbei sind die Zeiten, in denen motivierte Jungmitglieder erst einmal 10 Jahre die stellvertretende Schriftführung im Ortsverein übernehmen mussten, um weiterzukommen. Vor drei Monaten wurde Elvan Korkmaz in den Deutschen Bundestag gewählt. Die gebürtige Gütersloherin findet sich nun in Berlin schnell zurecht. 2011 in die Partei eingetreten, dann im Kreistag losgelegt, seit 2014 als stellvertretende Landesvorsitzende in der NRWSPD-Parteispitze – die 32-Jährige will den sozialdemokratischen Erneuerungsprozess gestalten. „Wir sind programmatisch top aufgestellt, aber unser Bauchladen ist zu groß“, findet Korkmaz. Besser wäre es, drei bis fünf klare Punkte zu verinnerlichen und dafür zu werben. Starke Bildungs- und Mitgliederbeauftragte in den Gliederungen könnten damit in der Partei neue Debatten anstoßen. Das macht schließlich eine lebendige Partei aus.
Lisa Kapteinat, seit dem Mai 2017 jüngstes Mitglied der SPD im NRW-Landtag, hat sich in Castrop-Rauxel als eine dieser Bildungsbeauftragten eingebracht. Da habe man mit einem Mentoren-Programm gute Erfahrungen gemacht. Das könne sich auch an anderer Stelle eignen. „So lernt man nicht nur die kommunalpolitische Arbeit näher kennen, sondern hat auch gleich einen direkten Ansprechpartner für Fragen“, schildert Kapteinat. Bereits 2004 trat sie ein, seit 2009 übernimmt sie in Ämtern weitere Verantwortung. Die 28-Jährige plädiert heute für mehr digitale Mitsprache, die sich gerade bei großen Themen eigne. Die SPD sei bereit: „Bei uns in der AG 60 plus haben fast alle ein Smartphone.“
Veröffentlicht am 17.03.2018
Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Wochen und Monaten intensiv und leidenschaftlich über den Eintritt in eine Große Koalition diskutiert. Diese Debatte war beispielhaft für eine lebhafte innerparteiliche Demokratie. Wir können selbstbewusst sagen: Die SPD hat gezeigt, dass Parteien der Ort kontroverser Debatten sein können und sachlich ausgetragene Diskussionen unsere Demokratie stärken.
Nach dem Mitgliedervotum und der Entscheidung der Mehrheit der SPD-Mitglieder, in eine große Koalition mit der Union einzutreten, stand bei der Sitzung des Landesparteirates am Samstag in Duisburg, an der auch die Dorstener SPD-Vorsitzende Jennifer Schug teilnahm, unter anderem ...
Veröffentlicht am 16.03.2018
Den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
Die SPD will in der neuen Bundesregierung vor allem den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Das machte der kommissarische SPD-Vorsitzende Olaf Scholz bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD deutlich. Darüber hinaus will die Partei Deutschland in einem geeinten Europa in eine sichere Zukunft führen.
Das Leben der Menschen besser machen
Für die SPD sei Regieren kein Selbstzweck, sagte Scholz. „Wir wollen das Leben der Bürgerinnen und Bürger des Landes besser machen und dafür sorgen, dass es in unserem Land sozial gerechter zugeht. Schritt für Schritt, Tag für Tag – und genau das tun wir.“
Zeit der Unsicherheit vorbei
Um den Koalitionsvertrag habe die SPD mit CDU und CSU hart gerungen und es sei gut, dass mit dem Ende der monatelangen Regierungsbildung die „Zeit der Unsicherheit“ vorbei sei.
Veröffentlicht am 15.03.2018