Eine Liebeserklärung von außen – Dank an Rainer Diebschlag
Dorsten ist eine Flächenstadt. Seit 1975 gehört auch Barkenberg dazu. Ein neuer Stadtteil, auf dem Reißbrett geplant und ursprünglich für mehr als 10.000 Einwohner geplant. Heute, 50 Jahre später, präsentiert sich Wulfen-Barkenberg nach wie vor als Muster für moderne Stadt- und Grünflächenplanung. Leider bekam Barkenberg ein Negativetikett angeheftet, das es weder verdient hat, noch gerechtfertigt war. Nicht selten war es eine undifferenzierte Berichterstattung in den Medien, begleitet von parteipolitischen Abwertungen, die ein Imageproblem schufen. Interessant auch, dass sich die Stadtverwaltung immer mal wieder davon beeinflussen ließ. Anstatt Wulfen-Barkenberg als Modell, fußgängerfreundlich und durchgrünt, für andere Stadtteile oder Bebauungsgebiete zu nutzen, wird versucht, „das Rad“ immer wieder neu zu erfinden. Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung, Kultur vor Ort, eine Muster-Gesamtschule, eine Gemeinschaftshaus, ein Schwimmbad – Wulfen-Barkenberg hat darüber hinaus das Wichtigste, nämlich ein Gemeinschaftsgefühl. Vielleicht sind wir deshalb manchmal so neidisch und ungerecht? Heute begleiten wir gedanklich Rainer Diebschlag, einen engagierten Bürger Barkenbergs der ersten Stunde auf seinem 100. Rundgang durch einen Modellstadtteil, um zu hören und wieder zu lernen, wie modern ein Teil Dorstens ist.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 03.11.2017
Bis zu 25.000 Teilnehmer werden erwartet – 6. bis 17. November
Die Weltklimakonferenz in Bonn im November wird die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es in Deutschland je gegeben hat. Erwartet werden bis zu 25.000 Teilnehmende aus allen Ländern der Welt, dazu rund 500 Nichtregierungsorganisationen und mehr als 1000 Journalistinnen und Journalisten. Die Präsidentschaft der Konferenz hat Fidschi inne, Deutschland unterstützt als technischer Gastgeber.
Barbara Hendricks: "Die Klimaverhandlungen sind in der Mitte von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angekommen. Es geht nicht mehr nur darum, dass Klimadiplomaten miteinander um Formulierungen ringen – sondern darum, dass wir gemeinsam Ideen für das klimaverträgliche Leben von morgen entwickeln, austauschen und verbreiten. In Bonn kommt es mehr denn je darauf an, dass zum Verhandeln auch das Handeln kommt. Wir wollen mit praktischen Beispielen zeigen, dass die Welt Fortschritte beim Klimaschutz macht."
Diesen Zweiklang aus Handeln und Verhandeln unterstreicht das neue Konferenzkonzept nach dem Motto "eine Konferenz – zwei Zonen". Die Bula-Zone rund um das World Conference Center Bonn und den VN-Campus wird die …
Veröffentlicht am 02.11.2017
Offener Brief von Jennifer Schug, SPD-Vorsitzende in Dorsten
SPD neu denken?
Eine Partei mit über 150 jähriger Tradition muss sich nicht neu erfinden! Ihre Werte, Frieden, Freiheit, Solidarität, haben auch heute noch uneingeschränkten Bestand. SPD neu denken heißt also, diese Werte so zu leben, dass sie den unglaublich vielfältigen Ansprüchen unserer Gesellschaft gerecht werden. Das gilt für die Bundes- und Landespartei ebenso, wie für die Dorstener SPD. Weder sind unsere Abgeordneten davon ausgenommen, noch die ehrenamtlich engagierten Kommunalpolitiker, wie auch alle Mitglieder in den Ortsvereinen.
Ein bitteres Wahljahr und die notwendige Folge!
Wir haben ein bitteres Wahljahr hinter uns. Nach der verlorenen Landtagswahl folgte der Absturz bei der Bundestagswahl. Es gibt selbst ernannte Experten, die immer alles schon vorher wissen und wussten. Diese helfen uns nicht weiter. Unsere Antwort vor Ort lautet:
„Wir kennen unsere Schwächen, wir haben darüber engagiert,
offen, selbstkritisch und ohne Schere im Kopf diskutiert, wir
haben Lösungsvorschläge erarbeitet und dokumentiert, wir
wollen besser werden und künftig wieder Wahlen gewinnen!“
Werfen wir also einen Blick nach vorn! Am Samstag, dem 2. Dezember, werden wir ...
Veröffentlicht am 01.11.2017
Heute vor 500 Jahren …
Gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Außer der Reihe. Der Grund: Vor 500 Jahren gab es eine Revolution in Deutschland. Der Mönch Martin Luther hat dazu 95 Thesen aufgestellt, um mit der selbstherrlich auftretenden Katholischen Kirche zu brechen. Die Revolution wurde zur Reformation. Die Protestanten schufen die Evangelische Kirche, die dieses Jubiläum und Martin Luther heute feiern. Die Erneuerung der Institution Kirche ist heute ein laufender Prozess. Sie muss sich auf der einen Seite stetig den neuen gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen, andererseits darf sie die Traditionen der Glaubensverkündung nicht aufgeben. Sie würde dann schnell ihre Identität verlieren. Heute wird in vielen Reden daran erinnert werden. Wir hören zu und erkennen, dass Reformen überall notwendig sind, um eine positive Weiterentwicklung in Gang zu setzen, dabei das Traditionelle aber letztlich zu bewahren. In der Kirche, den Unternehmen, den Parteien. Dass in der SPD gerade jetzt die Reformation ausgerufen wird, ist 500 Jahre nach den Thesen von Martin Luther Zufall, aber alternativlos.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 31.10.2017
Alle Mitglieder sind gefragt
Nach der Niederlage bei der Bundestagswahl will sich die SPD erneuern. Bei acht Dialogveranstaltungen setzt sie auf Meinungen und Erfahrungen ihrer Mitglieder. Los geht es am Samstag in Hamburg. Das bitterste Ergebnis für die SPD in der Geschichte der Bundesrepublik: 20,5 Prozent. Ein Ergebnis, das Fragen aufwirft. Umso mehr, als die Lage alles andere als eindeutig ist. Unter Parteichef Martin Schulz ist die SPD so geschlossen wie selten – und bleibt es erkennbar auch nach der harten Niederlage vom 24. September. Im Wahlkampf war die Stimmung gut: volle Marktplätze bei der Kundgebungstour, überall trafen wahlkämpfende Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf freundliche, interessierte Menschen, die mehr wissen wollten über die Pläne der SPD. Gleichzeitig gingen die Umfragen zunächst bis April auf beeindruckende Höchststände – um dann ...
Veröffentlicht am 30.10.2017