Wir verbeugen uns vor den Dorstener Opfern, die durch Dorstener Nazis umgebracht wurden Gesellschaft Stolpersteine in Dorsten

Ein Denkmal der besonderen Art

Gunter Demnig ist ein Künstler. Er hat etwas geschaffen, was als größtes dezentrales Mahnmal in der Welt gilt. Zu seinem 70. Geburtstag erfahren wir, dass er inzwischen rund 63.000 (!) Stolpersteine, die an ermordete jüdische Bürger in aller Welt erinnern, verlegt hat. 38 quadratische Steine, die eine Messingkappe mit den Namen und Daten der Opfer tragen, wurden auch in Dorsten vor deren Häusern verlegt. Wir Dorstener dürfen stolz darüber sein, dass die Initiative „Frauen für den Frieden“ mit viel Engagement und kreativer Hartnäckigkeit erreicht hat, dass wir bei unserem Gang durch die Lippestadt daran erinnert werden, dass Nazis aus unserer Mitte zu Mördern wurden. Nun haben die Opfer einen Namen und ein persönliches Denkmal, über das wir „stolpern“ sollen und uns beim Lesen der Inschrift vor Scham beugen müssen. Dank an Gunter Demnig, Dank an die Friedensfrauen, Dank an die Unterstützer und besonderer Dank an die vielen Jugendlichen, die der Verlegung der Steine nicht nur passiv beiwohnten, sondern die Geschichte der Opfer öffentlich gemacht haben. Am 9. November wird um 17 Uhr im Jüdischen Museum eine Gedenkveranstaltung stattfinden, bei der u. a. an das Pogrom vor 79 Jahren mitten unter uns gedacht wird und die 38 Stolpersteine in den Mittelpunkt gerückt werden. Mit unserer Teilnahme können wir zeigen, dass wir nicht vergessen und aus der Geschichte lernen wollen.

Eigener Bericht

Weitere Informationen: www.stolpersteine-dorsten.de und

www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de

Veröffentlicht am 29.10.2017

 

Europa Katalonien: Nun ist es passiert

Spanien in der Krise

Allen Warnungen zum Trotz hat das Regionalparlament in Barcelona gestern entschieden, in die Isolation zu gehen. Weder gab es ein Referendum, das die Bezeichnung „demokratisch und ordnungsgemäß“ verdient, noch ist die Abstimmung, übrigens ohne die Oppositionsparteien, nach der spanischen Verfassung rechtmäßig. Nun also die verfassungsgemäßen Gegenmaßnahmen aus Madrid. Irritiert und verunsichert blicken wir auf ein politisches Schauspiel, das als Drama enden kann. Mitten in Europa. Ausgelöst von Sektierern, die weder verfolgt, nach benachteiligt werden. War Spanien nicht gerade in einer Existenz bedrohenden Krise? Die Hoffnung, dass die jetzt von der Zentralregierung angeordnete Neuwahl eine Lösung der schweren Spanienkrise ermöglicht, ist schwach aber alternativlos. Am Ende wird hoffentlich ein Katalonien stehen, das mehr Autonomie friedlich erkämpft hat, aber weiter zu Spanien gehören wird. Und anderen Regionen in der EU möge diese Selbstzerstörung erspart bleiben. Schließlich kann man aus Fehlern anderer lernen.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 28.10.2017

 

Bundespolitik Berlin: Die Regierung wurde entlassen, bleibt aber geschäftsführend im Amt

Ein wehmütiger Blick zurück

Der Bundespräsident hat den Ministern der Bundesregierung die Entlassungsurkunden überreicht und sie gebeten, weiter geschäftsführend im Amt zu bleiben bis „Jamaika“ steht. Gelegenheit, einen wehmütigen Blick auf die Riege der SPD-Ministerinnen und Minister zu werfen, die nun nicht mehr gestalten, sondern nur noch zusehen können, was die Nachfolger daraus machen. Dank an:

  • Barbara Hendricks: Beeindruckend ihr Sachverstand, ihr Engagement und ihre fachliche Kompetenz im Bereich Klima und Umwelt.
  • Sigmar Gabriel: Hat die großen Schuhe seines Vorgängers Frank-Walter Steinmeier als Außenminister sofort ausfüllen können. Als Wirtschaftsminister war er ein Schwergewicht der Regierung. Als Vizekanzler respektiert und angesehen.
  • Katarina Barley: Von der Generalsekretärin der SPD nahtlos erfolgreich als Familienministerin. Manuela Schwesig hat ihr ein bestens vorbereitetes Feld übergeben. Auch ihr gebührt unser Dank.
  • Heiko Maas: Hat als Justizminister immer wieder Zeichen gesetzt und hinterließ mit seiner Öffentlichkeitsarbeit, besonders auch im TV, nachhaltigen positiven Eindruck
  • Brigitte Zypries: Wirtschaftsministerin. Hatte leider nur wenig Zeit als Nachfolgerin von Sigmar Gabriel ihre Kernkompetenz auf dem Gebiet „Globalisierte Wirtschaft“ zu beweisen. Sie kann „Wirtschaftsminister“.
  • Andrea Nahles: Sie hat es geschafft, alle Vorurteile die ihr beim Dienstantritt entgegengeschleudert wurden, zu widerlegen. Eine Arbeits- und Sozialministerin, die die Öffentlichkeit mit ihrer engagierten und fachlich fundierten Arbeit überzeugt hat. Ein politisches Schwergewicht der SPD.

Die Rhader Sozialdemokraten sagen Dank und hoffen, dass die Ministerinnen und Minister der SPD, die in der GroKo erfolgreich gearbeitet und gestaltet haben, der Partei nun helfen, aus der Opposition herauszufinden. Wir alle sind nämlich gut beraten, sie in die anstehende Basisarbeit einzubinden.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 27.10.2017

 

Michael Gerdes, SPD-MdB. Einer von uns. Bundespolitik Der neue Bundestag und die Rolle unseres Abgeordneten Michael Gerdes

Zeit für mehr Gerechtigkeit – Slogan ist Programm der SPD

Michael Gerdes ist einer von uns. Er wurde direkt in den Bundestag gewählt. Bisher war er unser Vertreter der GroKo, jetzt sitzt er auf den harten Stühlen der Opposition. Das negative Bundestagswahlergebnis der SPD wirkt nach. Die SPD geht aber nicht in „Sack und Asche“, sondern will die neue Rolle, nicht wenige sprechen auch von erforderlicher Regeneration, offensiv annehmen. Die gestrige konstituierende Sitzung der über 700 Abgeordneten hat gezeigt, dass die Schonfrist für die Kanzlerin vorbei ist. Die Debatten werden schärfer, die Diskussion wird aus den TV-Studios wieder in den Bundestag zurückverlegt. Hier liegt jetzt die Chance der SPD, ohne Kompromisse einer Koalitionsgemeinschaft aufzuzeigen, wofür sie steht. Und Michael Gerdes wird in seinem Wahlkreis, der aus Bottrop, Gladbeck und Dorsten (Rhade) besteht, in den nächsten Jahren für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft werben und die SPD als Garant dafür in den Vordergrund rücken. Und wir Rhader Sozialdemokraten werden ihm dabei helfen.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 26.10.2017

 

Gesellschaft Rhade: Eine kleine (wahre) Alltagsgeschichte

Wenn der Mensch Sklave seines Haustiers wird …

Ein zufälliges Treffen von Nachbarn auf einem breiten Wirtschaftsweg am Waldrand. Eine angeregte Unterhaltung über dies und das wird plötzlich durch ein Rufen aus dem Wald unterbrochen. Eine Frau mit großem Hund fordert, einige Meter weiter zu gehen, damit sie mit ihrem Hund, der vielleicht ängstlich oder gefährlich ist, ungestört vorbei kann. Irritiert und belustigt reagieren die so Angesprochenen, indem sie der Frau mit Hund den Rat geben, vielleicht selbst einen neuen Weg zu suchen. Voller Unverständnis und beleidigt dreht sie ab. Der Hund folgt. Fazit: Wenn Hundehalter zu Sklaven ihres Haustiers werden, geht schnell der Bezug zur Realität verloren. Gelebte und respektierte Nachbarschaft bekommt dann einen erheblichen Knacks.

Veröffentlicht am 25.10.2017

 

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