Dorsten: Wer zu spät kommt, bestraft das Leben
Vor 200 Jahren wurde das Fahrrad aus der Taufe gehoben. Es gab Zeiten, da schien es out zu sein. Heute boomt eine ganze Industrie rund ums Rad. 73 Millionen gibt es davon in Deutschland, darunter 3 Millionen E-Bikes. Noch aber wird in den Kommunen, Ländern und der Republik alles dafür getan, dass das Auto als teueres und Umwelt schädigendes Transportmittel seinen Spitzenplatz verteidigen kann. Ausnahmen in Dänemark (Kopenhagen), Holland, Münster, Freiburg und Karlsruhe steuern inzwischen aber dagegen. Die Rhader SPD hat vor mehr als 10 Jahren bereits erkannt, welches Potenzial im Radverkehr schlummert. Nicht nur ein in sich geschlossener Radwegeplan Rhade wurde vorgestellt, sondern auch in den Rahmenplanberatungen, ebenfalls von den Rhader Sozialdemokraten initiiert, der Zusammenhang von Verkehr, sanftem Tourismus, Wirtschaftsförderung und Gesundheit aufgezeigt. Obwohl es in den letzten Jahren auch in unserer Stadt Verbesserungen gegeben hat, muss der Ausbauzustand vieler Radwege als eine Zumutung kritisiert werden. Kritik wird auch an irreführender und fehlender Beschilderung geübt. Positiv ist aber, dass sich zum Beispiel in Rhade ein Arbeitskreis des Bürgerforums genau mit dieser Problematik beschäftigt und 200 Jahre nach der Erfindung des Fahrrades, die Chancen Rhades und der Lippestadt in Zusammenarbeit mit der Verwaltung auslotet. Klar ist, dass das Fahrrad nie den motorisierten Verkehr ersetzen kann. Dass dem Fahrrad aber in einem modernen Mix des Schienenverkehrs und der Straße eine gleichberechtigte Chance eingeräumt werden muss, haben viele Städte inzwischen erkannt. Dorsten könnte zum Beispiel mit einem Fahrradbeauftragten und einem Generalverkehrsplan „Fahrrad“ auch wichtige Zukunftszeichen setzen.
Eigener Bericht auf Grundlage eines Artikels in der SZ „Aus der Nische gestrampelt“ vom 6. Juni 2017
Veröffentlicht am 08.06.2017
Wahlanalyse steht im Mittelpunkt
Warum hat die SPD in NRW, Dorsten und Rhade so schlecht abgeschnitten? Eine Frage, die ganz eindeutig weder von den Meinungsforschungsinstituten, den Medien, noch einer Partei bisher schlüssig beantwortet werden konnte. Nun wollen die Rhader Sozialdemokraten über einen ersten Entwurf einer selbst erarbeiteten Analyse versuchen, Antworten zu finden. „Und das wollen wir ohne Selbstbetrug machen“, so ein Mitglied des Analysetermins des Dorstener SPD-Stadtverbandes. Christoph Kopp, SPD-Vorsitzender in Rhade ist gespannt, welche Schlussfolgerungen gezogen werden müssen, um bei der nächsten Wahl wieder ganz oben „auf dem Siegerpodest“ zu stehen. Interessenten sind herzlich willkommen. Donnerstag, 8. Juni, 19.30 Uhr, Gasthaus Pierick.
Veröffentlicht am 07.06.2017
Düsseldorf. Beim Landesparteitag am 10. Juni stellt sich der bisherige Verkehrsminister Michael Groschek (60) in Duisburg der Wahl zum Vorsitzenden der NRW-SPD. Er würde damit Nachfolger von Hannelore Kraft, die ihre Parteiämter nach der Wahlniederlage am 14. Mai niedergelegt hatte.
Herr Groschek, freuen Sie sich auf Ihre Wahl in Duisburg?
Michael Groschek: Inzwischen ja. Ostern habe ich noch nicht daran gedacht, dass ich jetzt Kandidat für den Landesvorsitz der NRW-SPD bin. Und das war auch kein angestrebtes Karriereziel von mir.
Aber als junges Talent . . .
Groschek: Zum Alter kann ich nur sagen: Merkel ist deutlich älter und Laschet unwesentlich jünger als ich.
Ab wann war Ihnen klar, dass es auf Sie zuläuft?
Veröffentlicht am 06.06.2017
Veröffentlicht am 05.06.2017
Liebe Leserin, lieber Leser aus Rhade,
heute blicke ich auf eine Parlamentswoche zurück, die es wirklich in sich hatte – zeitlich und inhaltlich. Es kommt eben nicht alle Tage vor, dass wir Änderungen am Grundgesetz vornehmen. Genauso wenig normal ist es, nach 23 Uhr namentliche Abstimmungen durchzuführen. Nun war es soweit. Ab 00:35 Uhr gingen die Reden schließlich zu Protokoll. Man merkt, am Ende der Wahlperiode wird die Sitzungszeit knapp. Die Grundgesetzänderungen betreffen vor allem die Neuregelung der föderalen Finanzbeziehungen. Nach zweijährigen Verhandlungen zwischen Bundesregierung und Ländern haben wir für uns wichtige Kernforderungen durchgesetzt:
Veröffentlicht am 05.06.2017