Kommunalfinanzen: Landtagskandidaten müssen Farbe bekennen
Die heutige monatliche Mitgliederversammlung der Rhader SPD wird in das Forum der VHS verlegt. So die Idee, des Vorsitzenden Christoph Kopp, der die parallel stattfindende Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten, darunter Michael Hübner und Hans-Peter Müller von der SPD, für so wichtig hält, dass er die Rhader Sozialdemokraten zur Teilnahme motivieren will. „Herausforderung zur zukünftigen Finanzausstattung der Kommune“ lautet der sperrige Titel der VHS, der es aber in sich hat. Seit Jahren klagen viele Städte über zu geringe Finanzzuweisungen, um die kommunale Selbstverwaltung auch stemmen zu können. Auf der anderen Seite beweisen Landespolitiker wie Hübner und Müller, dass das Land NRW, SPD und Grün regiert, alles tut und getan hat, um besonders strukturschwache Gemeinden, dazu zählt Dorsten auch, „aus dem Tal der Tränen“ zu helfen. Um 19.30 Uhr wird die sicherlich spannende Diskussion in der Dorstener VHS eröffnet.
Christoph Kopp bietet dazu Fahrgemeinschaften aus Rhade an, die sich ab 18.30 Uhr auf dem Parkplatz des Gasthauses Pierick bilden können.
Veröffentlicht am 09.03.2017
Dorsten wird ärmer, wenn das Paul Gerhardt-Haus schließen sollte
Das neue Programm 2017 der Evangelischen Familienbildungsstätte Dorsten, mit Sitz in Hervest-Dorsten, liegt vor. Es ist wie immer ansprechend, aktuell und breit gefächert. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt, dass FAMILIE groß geschrieben wird. Der Name ist also Programm. Nun sind dunkle Wolken über der Familienbildungsstätte aufgezogen. Die evangelische Kirche, Träger der Bildungseinrichtung, lässt den Rotstift kreisen. Dorsten ohne Paul Gerhardt-Haus? Das wäre nicht nur für Kursteilnehmer und Mitarbeiter eine Katastrophe, das wäre auch für die Lippestadt ein fatales Signal. Kultur- und Bildungseinrichtungen, staatlich, kirchlich oder privat sind das Salz in der Suppe einer Stadt und ganz wesentliche Standortfaktoren für die Ansiedlung von Unternehmen und Wahl des Wohnortes für deren Mitarbeiter. Es ist wichtig und unerlässlich für den Erhalt des PGH zu kämpfen. Über alle Religionsgrenzen hinweg.
Jennifer Schug, Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes in Dorsten
Veröffentlicht am 08.03.2017
Elternwille zeigt die Richtung an
Selbst bei gutem Willen, alle Dorsten Schulformen erhalten zu wollen, ist erkennbar, dass das nicht gelingen kann. Es sind nicht nur die zurückgehenden Schülerzahlen, es ist in erster Linie die Erkenntnis der Eltern, dass ihre Kinder nach der Grundschule auf eine Schule wechseln sollten, die alle Möglichkeiten der Förderung und des höchsten Abschlusses bietet. Und genau hier läuft die Abstimmung mit Füßen in Richtung Gymnasium (G9) und Gesamtschule mit Oberstufe (G9). Hauptschule, Realschule, Sekundarschule, …? Alle anderen Schultypen kämpfen um Anerkennung und Schüler. Vermutlich auf Dauer vergeblich. Der Elternwille entscheidet. Die Politik wird dem Rechnung tragen (müssen).
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 07.03.2017
Mitwirkung von unten ist möglich
Heute, um 19.30 Uhr können alle Rhaderinnen und Rhader mitmachen. Es geht um unseren Lebensmittelpunkt und deren Gestaltung. Information, Diskussion, Beteiligung! Ein Angebot, das Bewegung in unseren Ort bringen kann. Mach mit – heute im Carola Martius-Haus.
Veröffentlicht am 06.03.2017
Krise der deutsch-türkischen Beziehungen - Was kommt davon in Dorsten an?
Im Moment scheint alles aus dem Ruder zu laufen. Alles, was in Jahrzehnten an Integration und Nachbarschaft, auch in Dorsten aufgebaut wurde, steht auf dem Prüfstand. Hier Unverständnis, dass die demokratischen Rechte in der Türkei, darunter die Pressefreiheit, Zug um Zug abgebaut werden, dort Wut über die öffentliche Kritik, die in Deutschland über die Entwicklung des EU-Beitrittskandidaten geäußert wird. Diese Gemengelage wird auch in der Lippestadt engagiert und kontrovers diskutiert. Sollen denn alle Bemühungen um Normalität zwischen unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Nationen umsonst gewesen sein? Ein Blick zurück: Da war die Gewerkschaftsaktion „Mach meinen Kumpel nicht an“, da war der „Runde Tisch“ des ehemaligen Dorstener Polizeichefs Rolf Beuker, da war der "Deutsch-Türkische Freundeskreis", da waren vielfältige Bemühungen, die in unserer Stadt ein harmonisches Zusammenleben aller Dorstener, ohne Diskriminierung, gefördert haben. Und immer ging es um Integration unserer Mitbürger, die nicht selten über 2 Pässe, einen für Deutschland und einen für die Türkei verfügen und eine wichtige Gruppe der Dorstener Bürger bilden. Soll das alles umsonst gewesen sein? Der Appell an alle Seiten lautet: Bitte schnellstens sprachlich abrüsten und sich besonders in dem Land gesellschaftspolitisch einbringen, in dem man lebt.
Der Sonntagskommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 05.03.2017