Allgemein Die Woche ist um …

  • Donald Trump: Oh my God
  • Aleppo: Ohne Worte
  • Brüssel 1: Schulz geht
  • Brüssel 2: Sacharow-Preisverleihung öffnet Augen und erschüttert nachhaltig
  • Berlin 1: Schulz kommt
  • Berlin 2: Atomkompromiss – Der Steuerzahler hat nun die Endlagerung „am Bein“. Jahrhunderte lang!
  • NRW: Haushalt beschlossen, Hannelore Kraft gestärkt
  • Dorsten 1: Haushalt beschlossen – einstimmig! – Gestaltungsspielraum weiter nahe Null!
  • Dorsten 2: Neue Schulform umstritten. Eltern entscheiden über Sekundarschule
  • Rhade: Unterstellhaus an Haltestelle - SPD-Initiative erfolgreich
  • Zu guter Letzt: Dorstener Zeitung verdächtigt Bürgermeister und Kämmerer, beide CDU, öffentlich!, Haushalts-Finanzierungstipps an Parteifreunde weitergegeben zu haben. Eine unglaubliche, unerhörte Anschuldigung, die auch sofort von den benannten „Tätern“ zurückgewiesen und dementiert wurde. Unser Kommentar aus Rhade: „Wer glaubt, wird selig“.

Veröffentlicht am 18.12.2016

 

Landespolitik Ein sehr persönliches Fazit des SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Müller

Sein Schreiben im Wortlaut:

Der Landeshaushalt NRW 2017 ist verabschiedet - Einstieg in den Sozialen Arbeitsmarkt NRW beschlossen

„Als Arbeiter mit über 40 Jahren abhängiger Beschäftigung und ehemaliger Betriebsrat in der Steinkohle, in dem man den Abbau der Arbeitskräfte mit besonderem Wehmut und einem wachsenden Ehrgeiz für die Schaffung von Ersatzarbeitsplätze verfolgte, als Gewerkschafter mit dem Herz für die ArbeitnehmerInnen, die besonders tief fallen, stehe ich zur Forderung eines bundesweiten sozialen Arbeitsmarktes. Angesichts der zunehmend gespaltenen Arbeitswelt der Region im Wandel der Wirtschaft ist es mir ein besonderes Anliegen mit einem sozialen Arbeitsmarkt auch die ArbeitnehmerInnen aufzufangen, die bisher die Verlierer der derzeitigen Entwicklung sind. Fachkräftemangel, ein wachsender Arbeitsmarkt durch Digitalisierung und Industrie 4.0 dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ArbeitnehmerInnen gibt, die bisher aufgrund persönlicher Merkmale keine Perspektive haben aus der Langzeitarbeitslosigkeit zu entkommen. 2013 sorgte der Vestische Appell der Gewerkschaften und der evangelischen und katholischen Kirche im Kreis Recklinghausen und die darauf folgenden Resolutionen der Kommunalparlamente in unserem Kreis für starken Rückenwind unserer sozial-demokratischen Leitlinie, dass Arbeit mehr als Lebensunterhalt bietet und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sichert. Für mich persönlich …

Veröffentlicht am 17.12.2016

 

Kommunalpolitik Was ist denn da los?

"Pflege" der städtischen Grünanlagen wird heftig kritisiert

Städtische Grünanlagen müssen gepflegt werden. Die Verwaltung beauftragt dazu sogenannte Fachfirmen. Der Arbeitsauftrag wird zuvor abgestimmt und ist Grundlage eines Vertrages. So weit so gut. An mehreren Stellen des Stadtgebietes zeigen sich Anwohner entsetzt darüber, dass anstatt einer behutsamen Landschafts- und Grünpflege, „Tabula rasa“ angewendet wird und eine Mondlandschaft zurückbleibt. Nicht wenige sprechen den beauftragten Firmen die Qualifikation für diese städtischen Aufträge inzwischen ab. Zur Erinnerung: In Rhade war es die Grünanlage am Schlehenweg, jetzt ist in Wulfen-Barkenberg selbst das gepflegte private Grün der Anlieger des Napoleonweges dem unsensiblen Maschineneinsatz zum Opfer gefallen. Wurde der „Fall Rhade“ noch von der Pressesprecherin „abgewiegelt“, wird die Maßnahme in Wulfen länger andauernde Diskussionen auslösen. Das ist gut so. Eine Anregung an die Verwaltung: Günstige Auftragsvergabe ist das Eine, Controlling der durchgeführten Maßnahmen unverzichtbar. Mit allen Konsequenzen.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 16.12.2016

 

Europa Muss man sich seiner Tränen schämen?

EU-Parlament hört atemlos zu – Menschenrechte ohne Wert?

Die gestrigen Bilder gingen um die Welt. 2 junge Frauen aus dem völlig chaotischen Kriegsgebiet Nahost, wer kämpft da eigentlich gegen wen und warum, berichten über eigene Verschleppung, Versklavung, Vergewaltigung und menschenverachtende Erniedrigung durch den sogenannten IS. Eine mörderische Bande von religiösen Fanatikern, die die Welt terrorisiert. 2 junge Frauen, sichtbar gezeichnet, psychisch und körperlich, berichten aber nicht nur über ihre grausamen Erlebnisse. Sie stellen Forderungen. Sie klären auf. Sie rütteln auf. Dafür hat sie das EU-Parlament mit dem Sacharow-Preis ausgezeichnet. Die Verleihungszeremonie, im Fernsehen übertragen, ließ keinen im Saal und vor dem TV ungerührt. Atemlose Stille, stockende Stimmen, Tränen auf der Bühne, bei den Parlamentariern, bei Martin Schulz, dem Präsidenten des EU-Parlaments und bei den hartgesottenen Presseleuten. Die Welt hat zugeschaut. Sie kann später nicht behaupten, nichts gewusst zu haben. Die freie Welt muss handeln. Wie? Indem sie nicht aufgibt, die Gültigkeit der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ zu betonen und für ihre Umsetzung einzutreten. Die Welt – das sind auch wir in Dorsten, Rhade und überall in Deutschland.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 15.12.2016

 

Schule und Bildung Eine neue Schulform für Dorsten – Fragezeichen bleiben

Grünes Licht für Sekundarschule – Ein Kommentar aus Rhade

Der Versuch der Politik, in den Bundesländern eine Schullandschaft beizubehalten, die sich überholt hat, ist gescheitert. Die Abstimmung mit Füßen hat gezeigt, dass die Eltern/Schüler  selbst erkennen, was am besten für ihre Kinder ist. In Kurzform: So wenig wie möglich Schulwechsel mit besten Abschlussmöglichkeiten und größter Durchlässigkeit nach oben, unabhängig von der Herkunft. Und da hat sich die Gesamtschule nach und nach zur besonders nachgefragten Regelschule entwickelt. Die Hauptschule ist, bis auf wenige Ausnahmen, auf der Strecke geblieben. Und auch die Realschulen kämpfen mit zurückgehenden Schülerzahlen. Logisch wäre, die stabile Nachfrage nach weiteren Gesamtschulplätzen in der Lippestadt durch eine 2. Schule dieses Typs zu befriedigen. Aber so einfach ist das nicht. Das Reizwort Gesamtschule hat nach wie vor einen hohen Stellenwert bei der CDU. Um den seit Jahrzehnten andauernden „Schulkrieg der Parteiideologen“ zu beenden, wurde in NRW der Kompromiss Sekundarschule geboren. Eine Schule, die ohne Oberstufe dem pädagogischen Konzept der Gesamtschule sehr nahe kommt. Aber die fehlende Oberstufe ist ein offenes Problem. „Warum“, so fragen kritische Eltern, „soll ich mein Kind bei der Sekundarstufe anmelden, wenn nach der Klasse 10 ein Schulwechsel zwingend notwendig ist“? Jetzt hat der Schulausschuss einstimmig beschlossen, die Eltern zu befragen, ob sie sich mit einer Sekundarschule anfreunden können. Der Rat wird das Votum klar bestätigen. Mindestens 75 Eltern müssen dann auf Nachfrage äußern, ob sie den neuen Schultyp Sekundarschule für ihre Kinder wünschen. Wenn nicht? Dann wird’s spannend in Dorsten. Alles auf Anfang? Nein, dann beginnt wieder die Abstimmung mit den Füßen. Die Nachbarstadt Borken/Raesfeld hat anscheinend die Zeichen der Zeit anders gedeutet und richtet gleich eine weitere Gesamtschule ein. Die Kritiker der Dorstener Entwicklung, der Unterzeichner zählt sich dazu, müssen mit dem Vorwurf leben, zu spät, zu wenig konsequent und nicht kontinuierlich genug, den Meinungsprozess in der Stadt begleitet zu haben.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 14.12.2016

 

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