„Das Glück fällt nicht vom Himmel“
- Was haben wir ein Glück. Wir sind gesund, unsere Kinder sind ok. Wenn ich die Nachrichten sehe, wird mir ganz anders. Krieg, Elend, Tod. Und dann die traurigen, leeren Kinderaugen …
- Ja, aber denke bitte mal 75 Jahre zurück. Da gab es das Elend bei uns und vor unserer Haustür - selbst verursacht. Aber es gab auch die Erkenntnis: „Nie wieder“.
- Und was heißt das jetzt, hier und heute?
- 1. Das Glück, das du beschreibst, ist nicht vom Himmel gefallen. 2. Es waren verantwortungsvolle Männer und Frauen in der Nachkriegszeit, die die Grundlage für unser heutiges Glück gelegt haben. 3. Parteien, wie SPD und CDU haben sich Programme gegeben, die Orientierung boten. 4. Aber ohne die Unterstützung, ohne das Vertrauen der Staaten, die durch unsere Taten gelitten haben, wäre ein erfolgreicher Neuanfang unmöglich gewesen. 5. In der Folge gab es dann das deutsche Wirtschaftswunder.
- Kann uns das zufrieden stellen, wenn es uns heute mehrheitlich gut geht, aber „den Nachbarn“ nicht?
- Nein, wir haben die moralische Pflicht etwas davon zurückzugeben, das wir erhalten haben. Sich im warmen Sessel zurückzulehnen, alles besser zu wissen und die Politiker gnadenlos zu kritisieren, hilft nicht, ist unsolidarisch und letztlich verantwortungslos.
- Vielleicht wird man so, wenn man unsere eigene Geschichte vergessen hat.
- - - -
Aufzeichnung eines Sonntagsgesprächs am Frühstückstisch
Veröffentlicht am 30.10.2016
46 SPD-Delegierte waren heute Vormittag in Dorsten aufgerufen, ihren Landtagskandidaten für die Lippestadt zu wählen. Michael Hübner, bereits eine Legislaturperiode „unser Mann“ in Düsseldorf, erzielte mit 42 Ja-Stimmen ein 94-Prozent-Zustimmungsergebnis. Herzlichen Glückwunsch aus Rhade. Bekanntlich gehört Rhade, Lembeck und Wulfen zu einem anderen Wahlbezirk, den Hans-Peter Müller, SPD vertritt.
Eigener Bericht, wird am Montag umfassend fortgesetzt
Veröffentlicht am 29.10.2016
Der Rhader Rahmenplan schließt die Lücke zwischen Flächennutzungsplan und Bebauungsplänen. Funktion: Bei allen Planungen, die Rhade betreffen, soll der Rahmenplan die Wechselwirkung zwischen den folgend aufgeführten Bereichen aufzeigen und so wichtige Hinweise vor einer Investition liefern. Das Wissen der ortskundigen Bürgerinnen und Bürger sollte dabei genutzt werden.
Themenschwerpunkte des Rahmenplans:
- Dorfkernentwicklung
- Verkehr
- Freiraum
- Baulandentwicklung
- Soziales
- Wirtschaft
Im Dokument „Rhader Rahmenplan“ ist zu den zuvor genannten Bereichen jeweils ein städtisches Fazit dokumentiert. Ein sehr guter Ansatz, um die Umsetzung zu forcieren.
Wir veröffentlichen das Fazit in mehreren Folgen.
Heute: Baulandentwicklung …
Veröffentlicht am 29.10.2016
Wie kann die Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft gerettet werden?
Europa ist eine Erfolgsgeschichte. Die Länder, die sich freiwillig in der EU zusammengeschlossen haben, führen seit 1945 keine Kriege untereinander und mehren ihren Wohlstand. Deutschland hat durch den freien Handel profitiert. Sonst wären wir nicht Exportweltmeister. Jetzt hat die europäische Kommission den einstimmigen Auftrag der 28 Mitgliedsländer umgesetzt und ein neues Freihandelsabkommen mit Kanada verhandelt. CETA genannt. 7 Jahre, so die Macher, wurde daran gearbeitet. Jetzt gibt es Nachfragen der Öffentlichkeit. Die SPD hat reagiert und das Verhandlungsergebnis kritisch diskutiert. Nachverhandlungen wurden zur Zufriedenheit der Parteimehrheit mit Kanada geführt. Jetzt die Blockade aus Belgien. Auch hier die Befürchtung, dass es neben den Gewinnern der Globalisierung, auch Verlierer geben wird. Was läuft falsch in der EU? Nach der Unfähigkeit, die Flüchtlingsfrage solidarisch untereinander zu lösen (Schädigung der Wertegemeinschaft), jetzt die beginnende Handlungsunfähigkeit der Wirtschaftsgemeinschaft. Wenn wir wollen, und wir müssen das wollen, dass die EU-Erfolgsgeschichte fortgeschrieben wird, müssen wir Bürger, konstruktiv und kompromissbereit an der Lösung aller Fragen mitwirken. Und die politischen Akteure in Brüssel, Berlin und in den anderen Hauptstädten müssen uns mehr als bisher überzeugen, damit wir aktiv mitwirken können.
Dirk Hartwich, SPD-Rhade
Veröffentlicht am 28.10.2016
Flüchtlinge, Bürgerforum und Biobauernhof – Engagierte Diskussion bei den Sozialdemokraten
Zufrieden zeigte sich Christoph Kopp. Vorsitzender der Rhader SPD, nach der Oktober-Versammlung des rührigen Ortsvereins aus dem Dorstener Norden. Die Themenpalette war breit gewählt, die gewünschte, engagierte Diskussion untereinander lebendig und konstruktiv. Zum Inhalt: Das Jahr 2015 geht, wegen einer großen Fluchtbewegung vor Krieg, Terror und Hunger, in die Geschichte der EU und Deutschlands ein. Während die Europäische Union der 28, bzw. 27 Mitgliedsländer bis heute versagt, zeigte Deutschland Größe, Humanität und Hilfsbereitschaft. Dass bei der Registrierung aber einiges daneben ging, darüber konnte der Vorsitzende aus eigener Erfahrung berichten. Nach einer Intensivschulung in Berlin, verstärkt er nun das Team der „Entscheider“, die den Status „Asylanerkennung, Duldung oder Ablehnung“ nach der Anhörung der Flüchtlinge individuell festlegen. Eine Diskussion über die Haltung der EU in der Flüchtlingsfrage, und darüber hinaus, schloss sich an. Passend dazu konnte Britta Faust, im Ortsverein für Bildungsfragen zuständig, über die Dorstener Unterbringung, Versorgung und Betreuung der zugewiesenen Flüchtlinge in Rhade und Lembeck berichten. Sie arbeitet aktiv in der örtlichen Flüchtlingshilfe mit und lud alle Anwesenden ein, das nächste „Weltcafe“ am 12. November im Carola Martius-Haus zu besuchen und zu unterstützen. Einige Tage vorher, am 7. November, findete ebenfalls im CMH, das nächste Rhader Bürgerforum statt. Neben den Punkten 800-Jahr-Feier und Demografiewandel, wird auch der Rhader Rahmenplan behandelt. Die kleine Arbeitsgruppe des Forums wird dann einen Zwischenbericht geben und erste Vorschläge zur Umsetzung präsentieren. Christoph Kopp bat die Versammlungsrunde um aktive Teilnahme. Zustimmend wurde am Ende der Sitzung beschlossen, den im Aufbau befindlichen Biobauernhof Schulte, den örtlichen Obstanbau und die Vermarktung zu besichtigen. „Auf ein Neues am 10. November“, kündigte Christoph Kopp das nächste Treffen an.
Veröffentlicht am 27.10.2016