Unmut, Unruhen und der Aufstieg des Populismus: Der globalisierte Kapitalismus durchläuft eine Zeitenwende. Er muss sozial dazulernen - oder er wird scheitern. Ein Namensbeitrag von Sigmar Gabriel im "Handelsblatt".
Bei all ihrer Rationalität ist unsere moderne Welt noch immer von Mythen geprägt. Der Glaube daran ist stark. Denn er verspricht Orientierung und Halt in einer immer haltloser erscheinenden Zeit. Ein Mythos der Moderne bleibt der Nationalismus. Nationalisten sind Gläubige, die behaupten, alle kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen seien durch isolationistische Kraftmeierei beherrschbar.
Sie sind leicht reizbar, weil auch die größte Nation im Vergleich zur Welt klein ist. Sie müssen sich also ständig aufblasen und ihr Land als Heilsbringer größer erscheinen lassen als es ist. Das ist ein ebenso anstrengendes wie zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Keine entwickelte Volkswirtschaft überlebt ohne den Anschluss an den Weltmarkt. Keine Verachtung gegen internationale Pläne zur C02-Minderung schafft den Klimawandel aus der Welt. Kein Zaun ist hoch genug, um die Migrationsbewegungen unserer Zeit in den Griff zu bekommen. Die Probleme der Welt kann kein nationalistischer Gernegroß allein lösen.
Wenn wir verstehen wollen, ...
Veröffentlicht am 21.08.2016
Michael Hübner trifft Vizekanzler auf Sommertour
Erster Tag der Sommertour des SPD-Parteichefs Sigmar Gabriel durch das Ruhrgebiet. Begleitet wird Gabriel vom Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Norbert Römer – und von seinem Stellvertreter Michael Hübner, Landtagsabgeordneter für Dorsten und Gladbeck.
Gelungener Strukturwandel
Der Weg führt sie vor allem zu Stätten des gelungenen Strukturwandels. Wie zum Maschinenbauunternehmen J.D. Neuhaus nach Witten. Der ehemalige Bergbauzulieferer hat den Strukturwandel geschafft und ist heute Weltmarktführer bei Hebezeugen und Krananlagen. Anschließend ging es nach Oberhausen, zur Großbaustelle der Emscher Genossenschaft. Für insgesamt fünf Milliarden Euro wird die Emscher renaturiert und die Abwässer in einen neuen Megakanal eingeleitet. Gabriel zeigte sich beeindruckt: "Das ist sicher die unbekannteste und doch größte Baustelle der Republik. Und das Beste ist: Alles funktioniert reibungslos." Der SPD-Chef kündigte an: "Das Ruhrgebiet hat in uns einen starken Partner. Wir haben geholfen und wir werden weiter helfen."
Förderpolitik & Schrottimmobilien
Aber auch Bereiche, die den Strukturwandel noch nicht geschafft haben, werden vom Vizekanzler und deren Begleiter vor Ort in Augenschein genommen. So wie gestern Nachmittag die ...
Veröffentlicht am 20.08.2016
Ein Gewinn für unsere Region
Eine Baumaßnahme in Rhade sorgt für Unverständnis. Nicht, dass gebaut wird, sondern die Bauzeit, verbunden mit der Totalsperrung des Höfer Wegs, stößt immer mehr Verkehrsteilnehmern sauer auf. Während die Straße, die Rhade mit Marbeck, Heiden und Borken verbindet, kurz vor der Wiedereröffnung steht, lässt der parallel neu angelegte Radweg wohl noch lange auf sich warten. Es ist eine Brücke, die neu über den Rhader Bach gebaut werden muss, die das Zeitproblem ist. Noch ist nur eine riesige Baustelle (Foto) vor Ort erkennbar. Der Bauträger der Maßnahme, der Kreis RE, muss sich schon kritische Fragen nach der Koordinierung der Arbeiten gefallen lassen. Trotzdem: Der künftige Radwegelückenschluss von Rhade in den Norden ist ein Gewinn für unsere Region.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 19.08.2016
Hohnsteiner Theater spielte in Rhade vor begeisterten Kindern
Dass das Carola Martius-Haus wieder bis auf den letzten Platz belegt war, gehört zu den positiven Erfahrungen der Organisatoren des Ferienspaßes in Rhade. Ein Blick in die glänzenden Kinderaugen mit den geröteten Wangen reicht aus, um dem Hohnsteiner Theater mit Stefan Tränkler zu bescheinigen, einen Volltreffer gelandet zu haben. Die Geschichte mit dem Kasper, Seppel, der Großmutter, dem Polizisten und natürlich dem Räuber Hotzenplotz ist schnell erzählt. Mit Hilfe der Kinder konnte der Kasper den Räuber finden und überführen. Lautstark erkannten die kleinen Besucher sofort wer das Gute und das Böse verkörpert. Es ist nicht nur die Geschichte, sondern in erster Linie "großes Theater", wenn der Puppenspieler über 100 Kinder 50 Minuten zum konzentrierten Zusehen und Mitspielen motivieren kann. Der Applaus zum Schluss, die vielen positiven Kommentare begleitender Eltern und Großeltern zeigten der Organisatorin Brigitte Hartwich, wieder das richtige Stück und eines der besten und ältesten Puppentheater Deutschlands eingeladen zu haben. 1928 gegründet, übrigens als Figurentheater für Erwachsene, wurde es in den 40er Jahren von den Nazis wegen politisch missliebiger Texte des Kaspers und seiner Freunde zwangsweise aufgelöst, um nach 1950 mit neuem Schwung auf die Bühne zurückzukehren. Stefan Tränkler spielt seit 25 Jahren mit den Original Hohnsteiner "Holzköpfen". In Rhade war er bereits zum 3. Mal. Sein Urteil: Ein tolles Publikum, eine hervorragende Organisation, eine passende Spielstätte, kurz, ein Auftritt, der nicht nur den kleinen und großen Kindern vor der Bühne, sondern den Akteuren dahinter viel Spaß gemacht hat. Möglich war dieses Kulturangebot für alle, durch das großzügige Sponsoring der örtlichen Volksbank, der kath. Urbanus-Gemeinde, die das Carlola Martius-Haus zur Verfügung gestellt hat, Achim Schrecklein, der Handzettel und Plakate beigesteuert hat und viele Helfer der Rhader SPD. Auf ein Neues 2017? "Ja", so die Organisatorin, "wenn alle wieder mitmachen, sollte es möglich sein, auch im nächsten Jahr einen Ferienspaß-Beitrag dieser Größenordnung anzubieten".
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 18.08.2016
Ferienspaß 2016: Kasperle-Theater kommt
Tritratrullala … Wer erinnert sich nicht gerne an seine Kindheit und Kasperle-Vorführungen? Die erzählten Geschichten sind einfach, spannend, regen zum Mitmachen an und trennen sofort erkennbar, das Gute vom Bösen. Leider haben sich Puppenbühnen mit dem klassischen Kasper etwas rar gemacht. Umso schöner, dass in Rhade seit fast 10 Jahren im Rahmen des Ferienspaßes eine Tradition gepflegt wird, die nicht nur die kleinen Zuschauer in den Bann zieht. Heute ist es soweit. Kasper und der Räuber – mehr muss nicht verraten werden. Um 15 Uhr wird der kleine Bühnenvorhang im Carola Martius-Haus aufgezogen. Brigitte Hartwich, Organisatorin freut sich, wieder in glänzende Kinderaugen blicken zu können. Eintritt, wie immer, Dank großzügiger Sponsoren, frei.
Veröffentlicht am 17.08.2016