Stolpersteine erinnern auch in Dorsten an ein bitteres Geschichtskapitel
Man kann es sich kaum vorstellen. Wie überall in Deutschland, so auch in der Lippestadt Dorsten, mutierten bisher brave Bürger unter Anleitung der NSDAP am 9. November 1938 zu kalten, gefühllosen Individuen. Jüdische Dorstener Bürger, bisher absolut integriert und angesehen, wurden gedemütigt, bestohlen und in Lager deportiert. Dass am Ende dieser Diffamierungskette sogar millionenfache brutalste Ermordung folgte, ist auch heute noch unfassbar. So genannte Stolpersteine, das sind kleine Messingtafeln auf Gehwegen, erinnern den aufmerksamen Bürger in der Lippestadt an genau diese bittere Geschichte. Vorname, Name, Geburtsdatum, Ort und Datum der Ermordung – eine Verbeugung, um genau lesen zu können, ist gewollt. Gunter Demnig, ein Künstler aus Köln ist der Initiator der inzwischen weltweiten Erinnerungsaktion. Heute ist die Gelegenheit zu gedenken und an einer Putzaktion der Stolpersteine in der Lippestadt teilzunehmen. Die Aktionsgemeinschaft Stolpersteine Dorsten teilt dazu mit:
„Wir treffen uns am Montag, 9. November um 16.30 Uhr am Jüdischen Museum. Dort findet im Garten ein stilles Gedenken statt, es dauert etwa 15 Minuten. Danach werden wir gemeinsam die Stolpersteine in Dorsten (30) putzen. Zudem wird an den Verlegestellen eine Rose niedergelegt. Auf diese Weise setzen wir ein Zeichen gegen das Vergessen.“
Eigener Bericht
Weitere Informationen: www.stolpersteine-dorsten.de
Veröffentlicht am 09.11.2015
Völkerwanderung - Mitleid und Wut
Sehe ich zurzeit die Nachrichten, schwankt meine Stimmung zwischen Mitleid und Wut. Mitleid, weil mich die Bilder sehr an die Geschichten und Bilder aus den Erzählungen meiner Eltern erinnern. Flüchtlingsströme auf der Flucht, Winter 1944/45, lange Tracks auf dem Weg in den Westen. Es gibt natürlich große Unterschiede, die Flüchtlinge müssen nicht erfrieren, noch nicht, und es sind keine russischen Panzer und Tiefflieger hinter ihnen her, die sie gnadenlos töten, so wie unsere Soldaten gnadenlos Russen und Juden getötet haben. Warum Wut? Wut, weil die Flüchtlingsproblematik schon seit Jahren bekannt ist und nichts geschieht. Angefangen von Palästinensern, die seit dem Sechs-Tage-Krieg aus ihrer angestammten Heimat vertrieben sind und nicht zurück dürfen. Sie leben seit Generationen in Flüchtlingslagern, die über die Jahre zu Städten wurden, ohne vernünftige Infrastruktur und Lebensperspektive. Sie sind zum sprichwörtlichen Brutkasten für Terroristen (oder besser Freiheitskämpfer?) geworden. Weiter geht die Wut über unsere ...
Veröffentlicht am 08.11.2015
Jahresabschluss mit Grünkohlessen
Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender der Rhader Sozialdemokraten teilt mit, dass das reguläre Monatstreffen wegen Terminproblemen im November ausfallen muss. Dafür wird im Dezember das Jahr 2015 mit einem leckeren Essen verabschiedet. Sicherlich wird es auch einen kurzen Jahresrückblick geben. Die Rhader SPD war nämlich, wie in allen Jahren zuvor, immer präsent, ansprechbar und diskussionsfreudig.
Samstag, 12. Dezember, 19 Uhr, Gasthaus Pierick.
Anmeldungen bitte an Hans-Willi Niemeyer direkt oder ein anderes Vorstandsmitglied.
Veröffentlicht am 07.11.2015
Bilder verstören die Weltgemeinschaft
Ein Land wird dem Erdboden gleichgemacht, ein ganzes Volk ist auf der Flucht – der Regierungschef sitzt fest im Sattel – und wir sehen zu. Das wäre in Kurzform die nüchterne Zustandsbeschreibung. Baschar al Assat (50) hat das Diktatorenamt von seinem Vater geerbt. Was er daraus gemacht hat, ist täglich im TV zu sehen. Zerstörung, Mord, Vertreibung. Was will er eigentlich erreichen? Was will Putin, der Assat mit Geld, Waffen und jetzt auch noch mit Soldaten stützt? Ratlosigkeit der Weltgemeinschaft. Eine Fluchtbewegung, die Westeuropa langsam aber sicher destabilisiert. Diplomatie, die fast hilflos nach jedem Strohhalm greift. Syrien, Libyen, Irak, Palästina und andere arabische Länder zu befrieden, scheint nur möglich zu sein, wenn alles auf Null gestellt wird und Kompromissbereitschaft ohne Vorbedingungen die Oberhand gewinnt.
Ein Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 06.11.2015
Regierung muss endlich den Knoten durchschlagen
Thomas Oppermann, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion hat es sinngemäß auf den Punkt gebracht:
„Unsere Regierung wird von 80 Prozent der Wähler und Abgeordneten getragen, dann wird sie wohl die anstehenden Probleme lösen können, nein müssen! Alles andere wäre ein Offenbarungseid.“
Wir von der Basis rufen der Kanzlerin, den Ministern und den Abgeordneten zu: „Sagen, was man denkt. Endlich tun, was man sagt.“
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 05.11.2015