Dirk Groß, SPD-Fraktionssprecher, erhöht Druck auf CDU-geführte Landesregierung Gesundheit Dorsten: Diskussion über Bestand der Klinik macht krank

Persönliche Appelle perlen an NRW-Minister Laumann (CDU) ab

75.000 Einwohner der Lippestadt stehen hinter der Forderung, das Elisabeth-Krankenhaus mit allen Abteilungen zu erhalten. Aus gutem Grund. Im Falle eines Falles sind kurze Wege zur ärztlichen Hilfe lebenswichtig. Die Pläne, aus Kostengründen ganze Bereiche zu schließen, können nur dann nachvollzogen werden, wenn es praktikable Alternativen gäbe. Und diese sind nicht erkennbar. Das haben große Teile der Stadtgesellschaft, der Stadtrat, die Parteien, der amtierende und frühere Bürgermeister veranlasst, den zuständigen Gesundheitsminister Laumann aufzufordern, seine Pläne zu überarbeiten. Erfolglos. Das verbittert nicht nur den Altbürgermeister, der sich öffentlich über die „Abfuhr“ seines Parteifreundes Laumann beklagt, sondern alle, die sich hinter der Resolution des Stadtrates, übrigens eine Initiative der SPD, versammelt haben. Dirk Groß, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Stadtrat dazu:
"Nachdem Herr Lütkenhorst die Rückmeldung von Herrn Laumann offenbart hat, wird deutlich, dass die Ratsresolution vom 19.02. nun umgehend an das Land zu richten ist. Die Einzelanläufe der Parteien und des Bürgermeisters scheinen nicht zu fruchten. … Der Landesgesundheitsminister Laumann unterschätzt maßlos die Erreichbarkeit eines Krankenhauses bei kardiologischen Notfällen. Jede Minute zählt und 30 Minuten ist ohnehin ein zu hoher Toleranzwert. … Der Verweis des Ministers auf ein höher wiegendes Qualitätsgebot läuft ins Leere, wenn es für Betroffene zu spät kommt. Das Kriterium der schnelleren Erreichbarkeit muss höher wirken als das der Qualität gemessen an der  Behandlungshäufigkeit. … Die Resolution des Rates muss jetzt schnell Düsseldorf erreichen. Ein Warten auf Bewegung von dort macht keinen Sinn angesichts der Beharrlichkeit von Herrn Laumann."

Veröffentlicht am 06.03.2025

 

Gesellschaft Dorsten: Jüdisches Museum präsentiert sich mit außergewöhnlichem Kulturangebot

Wer das Jüdische Museum Westfalen in unserer Stadt besucht, zeigt sich danach tief beeindruckt vom Gebäude, der jeweiligen Ausstellung, aktuell „Rolf Abrahamsohn - (ein) deutsch-jüdisches Leben im 20. Jahrhundert“, dem freundlichen Team und dem Bücherangebot. Wer dann noch das halbjährliche, per Flyer präsentierte Kulturangebot studiert, wird wiederkommen. Werfen wir einen Blick in das aktuelle Halbjahresprogramm (Auszug) und wecken so die Neugier des Lesers.

  • 14. März: Puppentheater „Königin Esther“ mit Bubales
  • 6. April: Filmmatinee „Riefenstahl“ im Central-Kino
  • 8. April: Europäisches Klassikfestival PIANO
  • 11. Mai: Filmmatinee „Treasure“ (2024) im Central-Kino
  • 20. Mai: Lesung mit Ron Segal „Jeder Tag wie heute“
  • 17. Juni: Lesung mit Lutz van Dijk, „Irgendwann die weite Welt“
  • 22. Juni: Filmmatinee: „Ich, Capitano“ (2023) im Central-Kino

Veranstalter: Jüdisches Museum Westfalen, Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten, Telefon 02362-45279, E-Mail rezeption@jmw-dorsten.de

Veröffentlicht am 05.03.2025

 

Bundespolitik Bitte mal genau hinhören!

Mit der Erfahrung von gestern in die Zukunft starten

Es ist ein hoch angesehenes Quartett, das sich aus Sorge um unser Land zum (Nach)Denken verabredet hat. Wenn der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, der Sozialdemokrat und ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück, Thomas de Maizière, Ex-Innen- und Verteidigungsminister (CDU), sowie die Medienmanagerin Julia Jäkel, frühere Vorstandsvorsitzende von Gruner und Jahr übereinstimmend feststellen, dass wir mit den Werkzeugen von gestern, die „morgigen“ Herausforderungen niemals bewältigen können, sollten wir vorurteilsfrei hinhören. Ihre „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“, wird von 50 namhaften Experten begleitet und von großen Stiftungen finanziell unterstützt. Ihre Erkenntnisse, in 7 Arbeitsgruppen erzielt, sollen noch vor den Koalitionsverhandlungen den Parteien zur  Verfügung gestellt werden, damit die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden. Und diese lassen sich auf die einfache Formel bringen: Reformen müssen im ersten (!) Regierungsjahr eingeleitet werden. Sie werden mit unabwendbaren „Zumutungen“ der Bürger verbunden sein und müssen ohne Parteibrille und ohne Angst vor dem nächsten Wahltermin erklärt werden. Nur so wird unser Land handlungsfähig bleiben. Hier wird verkürzt zusammengefasst, auf welchen Feldern sofortiger Reformbedarf besteht:

  • Finanzpolitik
  • Altersversorgung
  • Verteidigungspolitik
  • Infrastruktur
  • Energieversorgung
  • Digitalisierung
  • Demographischer Wandel
  • Künstliche Intelligenz
  • Migration
  • Wirtschaftspolitik

Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Beitrags „Auf geht’s!“ vom 13.Februar 2025. Wird mit entsprechenden Empfehlungen des Expertenteams fortgesetzt.

Veröffentlicht am 04.03.2025

 

Allgemein In eigener Sache

Selten war gesellschaftspolitisches Engagement so wichtig wie jetzt

Plötzlich werden Grenzen mit Gewalt verschoben. Plötzlich scheint Reichtum das Eintrittsgeld für Macht jenseits von Demokratie zu sein. Plötzlich werden aus Freunden erbitterte Konkurrenten, dann Gegner, um als Feinde zu enden. Diese beängstigende Lage ist keine Utopie, sondern begegnet uns aktuell in allen Lebensbereichen. Um nicht in Depression zu verfallen, müssen wir gemeinsam (Aus)Wege suchen. Seit Jahren bietet diese Internetseite, täglich aktualisiert, dazu vielseitige Anregungen. Morgen wechselt z. B. der kurze Nachdenk-Text in der rechten Spalte unter der Titelzeile „SPD SOZIAL“, der uns im Monat Februar begleitete:
„Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen,
sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen.
Man kann nichts Neues herausfinden,
wenn man nicht vorher eine Frage stellt.
Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“

Ein Buchtitel des hochdekorierten Kölner Schriftstellers Navid Kermani zeigt in beeindruckender Kürze die Lösung, um den sogenannten Gordischen Knoten zu entwirren:

„Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen.“

Eine Weisheit, die wir übernehmen, pflegen und leben wollen.
Wir sagen allen Leserinnen und Lesern herzlichen Dank für ihr Interesse an unseren Texten und schließen mit der Bitte: „Empfehlen Sie uns weiter.“

Dirk Hartwich 

Veröffentlicht am 03.03.2025

 

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