Rekordbesuch und hitzige Diskussionen
Nun ist es soweit. Nach monatelangen Abwägungen haben sich die Mitglieder der Rhader SPD entschieden, am Donnerstag einen Neuanfang unter anderem Namen zu wagen. „SPD Rhade“ wird dann in „SPD Dorsten-Nord“ aufgehen. Zusammen mit den Sozialdemokraten aus Lembeck, Wulfen und Deuten entsteht eine neue größere Einheit. Ein letztes Treffen unter der alten Bezeichnung SPD-RHADE, nutzten viele Mitglieder, um über gestern, heute und morgen zu diskutieren. In 55 Jahren haben Sozialdemokraten vor Ort bewiesen, wie bürgernahe, kontinuierliche Kommunalpolitik buchstabiert werden muss, um erfolgreich zu sein. "Der Dank für dieses ehrenamtliche Engagement muss, so wie es auch Bürgermeister Stockhoff in einem persönlichen Schreiben mitgeteilt hat, am Anfang des Neubeginns stehen", so ein mit Beifall bedachter Wortbeitrag. Dass die Rhader Sozis, wie sie liebevoll in Kurzform auch genannt werden, nicht in Nostalgie verharren wollen, bestätigten sie im weiteren Verlauf des Treffens eindrucksvoll. Am Anfang stand dabei das Versprechen, sich auch weiter, möglichst monatlich, in Rhade zu einem „Meinungsaustausch unter Freunden“ treffen zu wollen. Die Vorbereitung der Kommunalwahl in 10 Monaten wurde ebenso engagiert diskutiert, wie das Zerbrechen der SPD-geführten Ampelregierung in Berlin. Und genau bei diesem Tagesordnungspunkt zeigten die Rhader Sozialdemokraten, wieviel Emotionen in ihnen stecken. Wer war verantwortlich? Wie soll es weiter gehen? Muss die SPD-Mannschaft neu aufgestellt werden? Hitzige, auch kontroverse Diskussionen zeigten eindrucksvoll, dass weiter gesellschaftspolitischer Gesprächsbedarf vor Ort besteht und keiner der Letzte sein wollte, das Licht der SPD in Rhade dauerhaft auszuknipsen.
Veröffentlicht am 18.11.2024
Koalitionsbruch war seit Monaten gewollt und vorbereitet. Nun wird klar, welchem Ziel die ständigen Provokationen dienten. Heuchelei und Verlogenheit machen aus der FDP eine unzuverlässige Partei. Wieder mal!
Veröffentlicht am 16.11.2024
Liebe Mitglieder der SPD in Deuten, Lembeck, Rhade und Wulfen, liebe Vorstandsmitglieder der SPD-Ortsvereine im Dorstener Norden, liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem Rat,
in wenigen Tagen wollen Sie sich in einem neuen SPD-Ortsverein Dorsten-Nord zusammenschließen. Eine Entscheidung, die aus der Not geboren und somit wohl notwendig ist, aber keineswegs erfreulich.
Man steht in einem Zwiespalt: Große Organisationen können schlagkräftiger sein, laufen aber die Gefahr, nicht mehr so nahe an den Menschen zu sein. Auch ein Stückchen Stadtteil- oder Dorf-Identität geht verloren. Das ist bei Zusammenschlüssen von Kirchengemeinden oder Vereinen nicht anders. Und auch innerhalb des CDU-Stadtverbandes gab es schon einmal einen Zusammenschluss von Ortsverbänden – beispielsweise der Ortsverbände Barkenberg, Deuten und Wulfen zum Ortsverband Wulfen/Deuten.
In der Fusion liegen aber auch viele Chancen. Die Vorstandsarbeit bindet in kleinen Einheiten viele Kräfte. Kräfte, die nun freigesetzt und genutzt werden können, um mehr inhaltlich zu arbeiten, mit Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen, sie anzuhören, sie vielleicht sogar für die Mitarbeit in einer Partei zu gewinnen. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass es gelingt, diesen Ressourcen-Schatz zu heben – für unsere Demokratie und für eine aktive Bürgergesellschaft.
Als Politiker trage ich eine andere Farbe als die SPD. Man könnte vermuten, dass ich mich klammheimlich freue über diese Fusion. Das Gegenteil ist der Fall.
Denn dass Sie sich in einem neuen Ortsverein zusammenschließen, ist leider nur ein weiteres Zeichen für die schleichende Erosion von Ehrenamt, Beteiligung an der Gesellschaft und Engagement.
Und gerade in einer Zeit, in der Parteien Aufwind haben, die unsere Freiheitlich-Demokratische Grundordnung und unser Grundgesetz nicht ernst nehmen, verächtlich machen oder sogar zerstören wollen, brauchen wir starke demokratische Parteien, die engagiert um den besten Weg für unser Land streiten.
Ich möchte diesen Moment daher auch nutzen, um Ihnen allen ausdrücklich zu danken:
Für Vorstandsarbeit, für das politische Mitdenken, für Engagement in Gremien, fürs Plakatekleben in Wahlkämpfen, fürs leidenschaftliche Dagegenhalten, wenn in der Kneipe irgendjemand Unsinn redet, für ein politisches Bekenntnis allein durch Ihre Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei, kurzum: für Ihr Eintreten für unsere Demokratie. Und dafür stehen viele von Ihnen schon seit Jahrzehnten.
Der Gründungsversammlung für den neuen SPD-Ortsverein Dorsten-Nord wünsche ich daher einen guten und harmonischen Verlauf, engagierte Debatten und kluge Entscheidungen.
Mit freundlichen Grüßen
Tobias Stockhoff, Bürgermeister
Die Rhader SPD sagt, DANKE Herr Stockhoff!
Veröffentlicht am 16.11.2024
Falsch genutzte Kamine und Öfen können ganze Straßenzüge verqualmen
„Richtig Heizen mit Holz“, lautet eine wichtige Broschüre des NRW-Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, kurz: LANUV. Alle, die in der Übergangszeit von Sommer auf Herbst schon mal den Kamin oder Ofen „anschmeißen“, haben den Hinweisgeber vom Schornsteinfeger erhalten. Es sind aber nicht nur lockere Hinweise, es sind verbindliche Vorgaben zum Schutz der Umwelt und der Menschen, die in der Nachbarschaft von qualmenden Schornsteinen leben. Und dass das falsche, unzulässige Heizen mit Holz und anderen Brennstoffen kein Einzelfall ist, davon kann jeder in einer Wohnsiedlung berichten. Statt in frischer Abend- oder Morgenluft einzuschlafen oder aufzuwachen, müssen plötzlich die Fenster geschlossen werden, weil der Qualm „des Nachbarn“ nicht nur die eigene wohlverdiente Ruhezeit empfindlich stört, sondern auch gesundheitsschädlich ist. Werfen wir einen Blick in die LANUV-Broschüre. Holz ist dann zum Heizen geeignet, wenn die Holzfeuchte unter 25% liegt. Das ist i. d. R. nach 2 Jahren richtiger, luftiger Lagerung erreicht. Die Auswirkung von falschem Heizen mit Kaminöfen in Kurzform: Neben dem Verkehr und der Industrie ist der Hausbrand der dritte Hauptverursacher der Luftbelastung mit Schadstoffen. Das allein sollte ausreichen, um sich an die Vorgaben des LANUV zu halten.
Rhader Erfahrungsbericht aus dem Quartier
Veröffentlicht am 15.11.2024
Olaf Scholz kann Kanzler und will Kanzler bleiben
Alle Umfragen signalisieren, dass das angestrebte Jahrzehnt der Sozialdemokratie bereits nach drei Jahren endet. Natürlich stemmt sich die Führungsspitze der SPD gegen diese Negativprognose und antwortet statt dessen mit Optimismus, das Blatt wenden zu können. Allen vorweg der Bundeskanzler Olaf Scholz. Sein Selbstbewusstsein ist ungebrochen. Seine Bilanz, in schwierigsten Regierungszeiten Deutschland einigermaßen gut durch die globale Krise geführt zu haben, kann auch von seinen schärfsten Kritikern nicht völlig negiert werden. Das Problem der Ampelregierung war, mit dem FDP-Vorsitzenden einen „Partner“ im Kabinett zu haben, der falsch spielte und dabei ertappt wurde. Der Rausschmiss kam nach Ansicht der SPD-Basis eigentlich zu spät. Nun stehen Neuwahlen an. Der Sozialdemokrat Dustin Tix wird auf dem Wahlzettel der SPD stehen, um das Direktmandat im Wahlkreis Dorsten, Gladbeck und Bottrop zu erringen. Nur wenn die SPD (mit der Zweitstimme) wieder als stärkste Fraktion aus der bevorstehenden Wahl hervorgeht, dann kann Olaf Scholz seine begonnene Kanzlerschaft fortsetzen. Nur wenn die Mehrheit der Wähler im Bundestagswahlkreis Dorsten-Gladbeck-Bottrop mit der Erststimme Dustin Tix ankreuzen, dann wird er das Gesicht der SPD vor Ort sein und Olaf Scholz bei seiner möglichen neuen Kanzlerschaft unterstützen können. Das hört sich doch gut an!
Die Rhader Prognose - Kurzfristige Änderungen nicht ausgeschlossen.
Veröffentlicht am 14.11.2024