Was lange währt, wird endlich gut!
Monatelang engten rot-weiße Baken den Rad- und Fußweg an der Lembecker Straße, in Höhe des Mühlenteichs ein. Mehrfache Hinweise an die Stadt- und Kreisverwaltung schienen ungehört zu bleiben. Nun wurde doch die Böschung stabilisiert, die Baken abgebaut. Warum Rhader Fußgänger und Radfahrer ein Jahr mit der Einschränkung leben mussten, bleibt rätselhaft. Eine mögliche Straßenreparatur für Kraftfahrzeuge wäre sicherlich "von jetzt auf gleich" erfolgt, ist sich ein Rhader Bürger sicher.
Veröffentlicht am 24.06.2024
Jugendstudie liefert wichtige Hinweise
Nachdem an dieser Stelle in 2 Artikeln „bittere Nachlese zur EU-Wahl“ veröffentlicht wurde, soll heute über einen wichtigen, eigentlich alternativlosen Lösungsansatz informiert werden. In einer Jugendstudie wurden 16 - 17jährige Erstwähler befragt. Erste Erkenntnisse: Sie wählen anders als ihre Eltern. Während SPD und Grüne, die sich für die Herabsetzung des Wahlalters eingesetzt haben, geradezu abgestürzt sind, liegen Union und AfD mit ca. 16% fast gleichauf. Viel besser schneiden die kleinen Parteien mit zusammen rund 28% ab. Nachfragen ergaben, dass junge Wähler in der Breite nicht genau wussten, warum sie welche Partei wählen sollen. Bauchgefühl und einfache Slogans kommen an. Ein wichtiger Hinweis, dass künftig politische Bildung im Zentrum der schulischen Bildung stehen muss. Nur in der Schule wird die Jugend komplett als Gruppe erreicht. Also muss, so die Empfehlung der Wissenschaftler, politische Bildung auf dem Stunden- und Lehrplan in allen Schulformen und in der Lehrerausbildung verankert werden. Der Fachbegriff, Nachrichtenkompetenz zu erwerben, bzw. zu vermitteln, gilt als entscheidend, um unsere demokratischen Strukturen nicht der Gefahr auszusetzen, weiter ausgehöhlt zu werden. Nur 3% der Unterrichtszeit werden aktuell politischer Bildung gewidmet. Auch hier stolpern wir wieder über einen föderalen Flickenteppich. In einigen Bundesländern gibt es überhaupt keine entsprechenden Pflichtstunden. Dass 16jährige bei der Europawahl mitbestimmen durften, aber nicht bei der kommenden Bundestagswahl, sorgt nicht nur bei der Jugend für Kopfschütteln.
Rhader Erkenntnisse nach dem Studium des ZEIT-Artikels „Der Politik trauen sie wenig zu“ vom 13.06.2024
Veröffentlicht am 22.06.2024
Ein Kommentar aus Rhade
Die Wähler haben entschieden: Die Parteien, die keine Verantwortung tragen, aber alles besser wissen, haben deutlich zugelegt. Wahr ist aber auch, dass z. B. in Rhade 3/4 der gültigen Stimmen, den sogenannten etablierten und demokratischen Parteien CDU, SPD, Grüne und FDP galten. Alles gut? Die Christdemokraten vor Ort dürften sogar mit den erreichten 42,6% zufrieden sein. Also weiter wie bisher? Das wäre klarer Selbstbetrug. Mit welchen Begründungen wandern die Wähler zu den parteipolitischen Rändern? Hören wir einmal hin:
- Angst vor Ausweitung des Kriegs in der Ukraine
- Angst vor zunehmender Kriminalität
- Angst vor radikalem Islam
- Angst vor unkontrollierter Einwanderung
- Sorge vor Wohlstandsverlust
- Sorge vor abnehmender sozialer Sicherheit
- Sorge vor dem Klimawandel
So, jetzt wissen wir wo der Schuh drückt und warum es zu den dramatischen Wählerwanderungen gekommen ist. Dass der rechte und linke Rand in unserem Parteienspektrum mit den genannten Ängsten und Sorgen verantwortungslos, im wahrsten Sinne des Wortes, spielt, sie mit falschen Behauptungen und gefälschten Bildern fördert, wissen wir. Aber wir wissen noch nicht genau, wie wir Vertrauen zurückgewinnen können. Auch wir Sozialdemokraten in Rhade nicht. Was wir aber wissen ist, dass jeder Rückzug von Demokraten ins Private unsere Demokratie destabilisiert. In der Folge wird dann auch das Private in den nicht für möglich gehaltenen Abwärtssog geraten. Besser jetzt gemeinsam Lösungen suchen, um die genannten realen Ängste und Sorgen abzubauen.
Veröffentlicht am 21.06.2024
Nackte Zahlen zwingen zur Nachdenklichkeit
Die demokratische Mitte ist gehörig gerupft aus der gerade durchgeführten Europawahl herausgekommen. Die politischen Ränder jubeln über nicht für möglich gehaltene Zugewinne. Das Rhader Ergebnis zeigt, dass auch hier Entwicklungen eingesetzt haben, die nicht nur nachdenklich machen, sondern alle Alarmglocken läuten lassen müssen. So die Rhader Bewertungskurzfassung aus Sicht der sogenannten etablierten Parteien, die aber (noch) Garanten für Menschenwürde, Demokratie und Respekt sind. Das Ergebnis für Rhade, einschließlich der Briefwahl:
- Gültige Stimmen: 3223
- CDU: 1372 = 42,6%
- SPD: 554 = 17,2%
- AfD: 339 =10,5%
- Grüne: 326 = 10,1%
- FDP: 175 =5,4%
- BSW: 120 = 3,7%
- Die Partei: 44 = 1,4%
- Die Linke: 35 =1,1%
- Sonstige: 258 = 8%
Quelle: Stadt Dorsten - wird mit einem Rhader SPD-Kommentar fortgesetzt
Veröffentlicht am 20.06.2024
Das Rhader Bürgerforum (RBF) lädt zweimal im Jahr alle Rhader ein, sich zu informieren, für eigene Anregungen zu werben, oder aber auch Kritik über die Entwicklung des eigenen Lebensmittelpunktes zu äußern. So wie vor 2 Tagen im gut besetzten Carola-Martius Haus. Die Verwaltung war mit Bürgermeister Stockhoff und den Planungsamtsleitern Lohmann und Lehmann vertreten. Beste Voraussetzungen, um zu erkennen, wohin der Weg in Rhades Zukunft führen könnte. Und da spielt das sogenannte Einzelhandelskonzept der Stadt für Rhade und den Nachbarort Lembeck eine entscheidende Rolle. Bekanntlich wird seit Monaten über den Standort eines gewünschten neuen Drogeriemarktes vehement diskutiert. Mitglieder des Arbeitskreises Dorfentwicklung im BFR klagen über scheinbar nicht eingehaltene Zusagen und über unterschiedliche Aussagen von Verwaltungsmitgliedern. Ihre Forderung, dass ein Drogeriemarkt in Rhade das Einkaufszentrum stärkt, sind nachvollziehbar, kollidieren aber mit übergeordneten Stadtentwicklungsvorgaben, die auf einen Lembecker Standort zielen. Klar, unmissverständlich und engagiert zeigte der Bürgermeister die Zusammenhänge und die Zukunftsüberlegungen auf. Demnach soll, wenn Lembeck ein entsprechendes Grundstück präsentieren kann, der Drogeriemarkt dort angesiedelt werden. Parallel stecken Erweiterungen des EDEKA-Marktes und des Discounters am Standort Rhade in östlicher Richtung in der „Pipeline“. Nur wenn Lembeck „nicht liefern“ kann, soll in Rhade auf einem städtischen Grundstück ein Drogeriemarkt neu errichtet werden.
Wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 19.06.2024