Bürgerbahnhof Dorsten hat Fahrt aufgenommen - Johannes Rau Platz Nr. 1
Staunend betritt der Erstbesucher den einladenden Vorplatz des neuen Bürgerbahnhofs im Dorstener Zentrum. Das restaurierte Gebäude darf bereits von außen als Schmuckstück bezeichnet werden. Der positive Eindruck, hier ist etwas Besonderes verwirklicht worden, setzt sich innen auf allen Ebenen fort. So wird er, kurz BB genannt, zur ersten Adresse aller Interessenten in der Lippestadt, die passend „Johannes Rau Platz Nr. 1“ lautet. Übrigens eine Anregung der Rhader und Dorstener SPD, den langjährigen Ministerpräsidenten von NRW und späteren Bundespräsidenten so entsprechend zu ehren. Er, der den heimischen Bergleuten immer solidarisch zur Seite gestanden hat, war auch Förderer des Jüdischen Museums in unserer Stadt, nur einen Steinwurf vom Bürgerbahnhof entfernt. Hier einen neuen Kommunikations- und Treffpunkt für alle Dorstener geschaffen zu haben, verdient absolute Anerkennung. Besonderen Respekt verdienen die vielen ehrenamtlichen Akteure, die hartnäckig viele Jahre an das Projekt geglaubt haben und mit unermüdlichem Engagement an der Verwirklichung aktiv beteiligt waren. Ein Gebäude, das mehrfach vor dem Abriss stand, wurde zum neuen Leben erweckt. Chapeau!
Ein Rhader Erstbesucher staunt über den neuen BB Dorsten
Veröffentlicht am 27.02.2024
Bürger zeigen großes Interesse
Unser Dorf soll schöner werden. Ein Ziel, hinter dem sich alle versammeln können. Um es zu erreichen, müssen Hürden abgebaut, Vorurteile beseitigt, Pläne geschmiedet und Finanzen zur Umsetzung bereitgestellt werden. Aktuell wurde ein neuer Versuch, mit Bürgern und externen Experten, „Nägel mit Köpfen“ zu machen, gestartet. Nach einem ersten Befragungsaufschlag Ende November 2023, präsentierte das von der Stadt Dorsten beauftragte Planungsbüro einen Zwischenbericht im voll besetzten Carola Martius-Haus. Der sogenannte Betrachtungsraum umfasst den Dorfkern mit der Lembecker Straße. Drei Themenfelder, Straßenraumgestaltung, Gestaltung Dorfkern und Gestaltung Dorfplatz wurden aufgerufen, um in Gruppenarbeit über die präsentierten Varianten zu diskutieren. Der Wunsch, Rhades Dorfkern zu stärken, den Verkehr zu bändigen und das Klima zu verbessern, war unter den Teilnehmern unstrittig. Unterschiedliche Auffassungen wurden aber immer dann erkennbar, wenn das Auto verdrängt werden soll, um z. B. einen fußläufigen Erlebnisraum Kirchplatz zu gestalten. Eine Erkenntnis, die sich mit früheren Planungen absolut deckt. Nun soll das Expertenteam die Bürgerwünsche in einem förderungswürdigen „Papier“ zusammenfassen, das voraussichtlich im Mai 2024 vorgestellt wird. Vermutlich wird „die Kuh vom Eis“ nur dann bewegt, wenn am Dorfrand ausreichend Parkplätze ausgewiesen werden, so ein langjähriger Beobachter der Rhader Dorfentwicklung.
Ein Teilnehmerbericht
Veröffentlicht am 26.02.2024
Veröffentlicht am 25.02.2024
Wo es Gewinner gibt, sind die Verlierer nicht weit
Gestern mussten sie noch mit Staatsknete gerettet werden, heute melden sie Gewinne in Milliardenhöhe. Die Rede ist nicht von unseren Banken, die diesen erstaunlichen „turn around“ bereits hinter sich haben, nein, diesmal sind es die Energieversorger, die richtig Kasse machen. Gestiegene Beschaffungskosten, Wegfall staatlicher Subventionen, höhere Umlagen und Abgaben, sowie nach oben angepasste Netznutzungentgelte, haben sich in den aktuellen Verbrauchsrechnungen niedergeschlagen. Das ist nachvollziehbar. Aber wieso können beim Durchreichen der gestiegenen Kosten an den Endverbraucher parallel Gewinne in Milliardenhöhe verbucht werden? War da nicht mal die Rede von einer ÜBERGEWINNSTEUER? Während in den Konzernzentralen die Sektkorken knallen, üben wir uns im Energiesparen. Nicht nur, um unseren Geldbeutel zu schonen, sondern weil wir verstanden haben, dass die eingeleitete Energiewende klimabedingt alternativlos notwendig ist. Aber wenn der Eindruck sich verstärkt, dass die Verbraucher als „Melkkuh“ für die Energiekonzerne gelten, dann muss der Staat eingreifen. Die Idee der Übergewinnsteuer muss mehr als eine Drohkulisse sein. Sie muss beschlossen werden. Jetzt!
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 24.02.2024