
Es gibt Begrüßungsrituale, die sehr viel über die handelnden Personen aussagen. Eine Verbeugung ohne direkten Kontakt zum Gegenüber signalisiert Distanz. So wie beispielsweise in Japan üblich. Ein Händedruck auf Abstand ist nicht weit davon entfernt. So wie Olaf Scholz ihn gepflegt hat. Umarmungen dagegen, wenn sie aufrichtig gemeint sind, schaffen Nähe, Vertrautheit und Sympathie. Werden sie aber inszeniert, so wie Macron und Nato-Generalsekretär Rutte das ständig praktizieren, läuft es dem Betrachter von außen kalt den Rücken hinunter. Bleiben wir nun aber bei der ehrlichen Umarmung. Die Dorstener Sozialdemokraten haben ihrem Kommunalwahlprogramm den Titel gegeben, „Wenn das Münsterland den Pott umarmt“. Damit haben sie verdeutlicht, dass Dorsten beide sympathischen Regionen vereint. Ein echter Mehrwert für die Lippestadt. Das Bild, das sie dazu gewählt haben, ist eine Collage aus Förderturm und grünem Baum. Ein echtes Liebespaar. Augen geschlossen und lächelnd in sich versunken. Wer nun das Bild in die Kommunalpolitik übersetzt, versteht, warum die SPD eine aufrichtige Umarmung als Symbolbild gewählt hat. Eine Leserin aus Rhade hat nun in der Natur dazu ein passendes Beispiel fotografiert. Unverkennbar, dass die Zuneigung der zwei Bäume untrennbar (zusammen)gewachsen ist. Genau so will die SPD ihr Engagement für alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt verstanden wissen.
Rhader Erkenntnisse