Und plötzlich ist da eine Leerstelle

Kommunalpolitik


Thomas Luft fehlt der Dorstener SPD. Dank an Dorstener Zeitung für das Foto.

Ein unerwarteter Tod und der Beginn einer großen Ratlosigkeit

Nach dem Schock setzt die Trauer ein. Egal, ob es sich um einen plötzlichen Sterbefall in der Familie, im Verein oder einer Partei handelt. Der Tod reißt eine Lücke, deren Größe erst allen richtig bewusst wird, wenn in der Folge versucht wird, sie nach und nach zu schließen. Vor dieser Herausforderung steht aktuell auch die Dorstener SPD. Thomas Luft war mehr als nur der Mann im Hintergrund. Bei ihm liefen die organisatorischen Fäden der sozialdemokratischen Ortsvereine zusammen. Unvergessen auch seine ruhige Aufforderung an die SPD-Mitglieder, die sich über die sozialen Medien gar nicht so selten in der Wortwahl vergreifen. „Halt mal den Ball flach“, so einer seiner passenden Kurzkommentare, die zur Beruhigung der Lage ausreichten. Und plötzlich, völlig unerwartet, ist er mit nur 53 Jahren verstorben. Gar nicht lange nach seiner Mutter Monika, die sich als Ratsfrau um Dorsten verdient gemacht hat. Verluste, die die lokale Sozialdemokratie hart getroffen hat. Hart deshalb, weil es immer weniger Zeitgenossen gibt, die sich gesellschaftspolitisch in einer demokratischen Partei engagieren wollen. Nun, die Nachrufe sind noch nicht ganz verklungen, setzt das Nachdenken über die Zukunft der Dorstener SPD ein. Wichtig wäre auch, die Erinnerung an lokale Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens etwas mehr zu pflegen, als aktuell zu beobachten. Thomas Luft und alle, die sich ehrenamtlich in Dorsten engagierten, hätten es verdient.

 
 

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