Und plötzlich kommt doch von irgendwo ein Lichtlein her

Gesellschaft

Wer genau hinsieht, erkennt auch die guten Nachrichten - Mehr Optimismus wagen

Dass sich schlechte Nachrichten besser als positive verkaufen, wird uns täglich „frei“ Haus geliefert. Und dass wir uns davon erheblich beeinflussen und treiben lassen, gehört zur Wahrheit dazu. Nun beweist eine junge schottische Wissenschaftlerin, dass die Auswertung weltweit erhobener und nachprüfbarer Klima-Daten, Grund genug wäre, als erste Meldung den Weg in die Medien zu finden. Eine Information, die zur rechten Zeit kommt, um uns aus der depressiven politischen Grundstimmung herauszuholen. Hannah Ritchie aus Schottland, lehrt an der Oxford-Universität und ist stellvertretende Herausgeberin der Plattform „Our World in Data“. Ihr Buch, „Hoffnung für Verzweifelte“, öffnete vielen Lesern die Augen. Nun erläutert sie im Interview mit der ZEIT, wie sie ihren Optimismus mit Fakten belegt. Ein kleine Auswahl:

  • Die Abholzung im Amazonas-Regenwald hat deutlich abgenommen.
  • Im Jahr 1993 starben weltweit noch 12 Millionen Kinder, bevor sie 5 Jahre alt wurden. Diese Zahl wurde bis heute halbiert. Parallel gilt das für die Müttersterblichkeit.
  • Auch Hunger und Armut sind gesunken. Die Lebenserwartung in den ärmsten Ländern der Welt ist gestiegen.
  • Noch in den 1990er Jahren gab es keine Alternative zu den fossilen Energien. Heute zeigen die erneuerbaren, dass wir etwas in den Händen haben, um auch das Klima zu schützen.
  • Im Jahr 2000 hatten nur 60% der Weltbevölkerung Zugang zu sauberem Wasser. Heute sind es 75%.
  • Nach der industriellen Revolution folgte die grüne, aktuell die digitale, nun sind wir im Zeitalter der Nutzung von erneuerbarer Energie.

Hannah Ritchie will nicht falsch verstanden werden. Sie fasst das im folgenden Satz zusammen: „Eine knappe Milliarde Menschen hungert noch. Mit geht es um den Dreiklang: Die Welt ist heute besser denn je, sie ist immer noch schrecklich, und sie kann weiterhin besser werden.“

Eigener Bericht über das ZEIT-Interview am 12.12.2024 unter der Überschrift „Wo ist das Leuchtfeuer der Hoffnung?“

 
 

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