SCHALOM

Gesellschaft

Zeitschrift des Jüdischen Museums ist für Stadt und Bürger ein Gewinn

Nur zweimal im Jahr erscheint die aufwändig gestaltete Zeitschrift mit dem programmatischen Titel „SCHALOM“. Die hebräische Bezeichnung gilt nämlich auch als Friedensgruß und Wunsch für das persönliche Wohlergehen. Die aktuelle Ausgabe verdient das Prädikat: absolut lesenswert. Sie hebt sich mit ihren informativen Beiträgen wohltuend von den Publikationen ab, die ihre Inhalte fast ausschließlich auf die Titelzeile reduzieren. Und sie motiviert mit ihren gesellschaftspolitischen Artikeln zum Nachdenken und zur weiterführenden Diskussion mit Familie, Freunden, Nachbarn und Kollegen. Einer, der maßgeblichen Anteil am Aufbau und der inhaltlichen Ausrichtung des Jüdischen Museums in unserer Stadt hat, ist Dr. Norbert Reichling. Mehrere Texte stammen auch in der aktuellen Ausgabe aus seiner Feder. Leider ist Norbert Reichling plötzlich und völlig unerwartet verstorben. Ein unersetzlicher Verlust für seine Familie, das Museum und unsere Stadt. Das SCHALOM-Titelbild zeigt ihn vor einem Ausstellungsplakat „seines Museums“. Der Slogan darf auch als sein lebenslanger Wahlspruch gelten: „To make the world a better place“. Elisabeth Cosanne-Schulte-Huxel erinnert daran in einem berührenden Nachruf, Dr. Kathrin Pieren, Leiterin des Museums, wählt die Frage, „Was hätte Norbert Reichling getan?“, um richtige Antworten auf die Herausforderungen des Morgen zu finden. Ein Interview mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die als Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW aktiv ist, sowie Auszüge aus einer Jubiläumsrede der seit 70 Jahren bestehenden „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund“, rütteln auf, dem dramatisch ansteigenden Antisemitismus in unserem Land die Stirn zu bieten. Das Lesen von SCHALOM ist für alle Demokraten dafür eine hervorragende Hilfe..

Dirk Hartwich

(Siehe auch www.jmw-dorsten.de)

 
 

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