Angela Merkel geht – sie hinterlässt große Schuhe
Sie hat Gerhard Schröder 2005 knapp geschlagen. Sie hat Frank-Walter Steinmeier 2009 und danach Peer Steinbrück zu Verlierern gestempelt. Sie hat Martin Schulz 2017 deklassiert. Sie hat parteiintern Helmut Kohl, Wolfgang Schäuble, Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Roland Koch abgeräumt. Sie wurde belächelt und (fast) immer unterschätzt. Die Rede ist von Angela Merkel. Sie ist unsere Bundeskanzlerin seit 16 Jahren. Sie hat alles abgeschüttelt und viele Probleme ausgesessen. Sie hat die CDU sozialdemokratisiert. Sie regierte als Bundeskanzlerin in unterschiedlichen Konstellationen. International wird sie hochgeachtet und als verlässliche Partnerin gelobt. National hat sie Zeichen gesetzt, die Bestand haben. Sie hat eine 180 Grad-Kehrtwende in der Kernenergie hingelegt. Sie hat einen Satz gesagt, der in die Geschichtsbücher eingeht: „WIR SCHAFFEN DAS!“. Sie profitierte immer auch von starken SPD-Ministern. Nun wird ihr Nachfolger gesucht. Die Union wollte, dass sie geht. Heute wäre sie froh, wenn sie nochmals anträte. Der Nachfolgekandidat aus ihrer Partei ist eine einzige Enttäuschung. Lieber heute als morgen würde die Union ihn austauschen. Aber gegen wen? Söder? Na ja. Da rückt ein anderer in den Mittelpunkt. Olaf Scholz. Ihm wird zugetraut, nicht nur die hinterlassenen Merkel-Schuhe auszufüllen, sondern mit seinem Plan, Deutschland in eine gute Zukunft zu führen. Unaufgeregt wie Merkel, aber kompetent auf allen Gebieten. Olaf Scholz, der über die Zweitstimme SPD gewählt werden muss, ragt unter den beiden Mitkonkurrenten deutlich heraus. Er ist die beste Wahl für Deutschland am 26. September.