Unser Dorf soll schöner werden? Nicht wieder fragen – auch mal machen! (Teil 2)

Kommunalpolitik

„Neue“ Rhader Zukunftswerkstatt könnte auf vorhandene Dokumente zurückgreifen

 

In 5 Tagen trifft sich das Rhader Bürgerforum. Die Tagesordnung hat die Verwaltung aufgestellt. Es geht um die Bewertung der 205 Bürgerhinweise zu Rhades Zukunft. Interessierte Bürger können aus 9 vorgegebenen Schwerpunktthemen wählen, um „mitzubestimmen“, was für Rhade wichtig wäre. Wer einen Blick in die bereits vorhandenen, vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Dokumente wirft, kann die mit Bürgerbeteiligung erarbeiteten Anregungen kopieren und vor Ort präsentieren. Sie haben nämlich an Aktualität nichts eingebüßt. Zwei weitere Beispiele:

 

Die Verwaltung fragt: Was verstehen Sie unter „sanftem“ Tourismus? Welche Ziele wollen Sie erreichen?

Die Antwort im Rhader Rahmenplan 2014 lautet: Rhade ist das Dorf im Grünen. Von den 1.310 ha Gesamtfläche von Rhade werden nur rd. 16 % oder 200 ha für Gebäude und Hofflächen und Öffentliche Straßen, Wege und Plätze in Anspruch genommen. Rhade ist ein Ortsteil mit hohem Freiraumanteil, den es zu schützen und bewahren gilt. Eine behutsame Entwicklung in die Richtung sanfter Tourismus wird angestrebt. Jedoch sollten alle touristischen Aktivitäten aus den Naturschutzgebieten herausgehalten werden. Direktvermarktung mit Bauerncafe, jahreszeitlichen Festen und Übernachtungsmöglichkeit auf den Bauerhöfen kann der Landwirtschaft ein zusätzliches Einkommen sichern und der Naherholung für Wanderer und Radfahrer dienen.

 

Die Verwaltung fragt: An welchen Orten kann „Dorfgrün“ entstehen?

Die Antwort im Rhader Rahmenplan 2014 lautet: …fehlt dem Ortsteil ein durchgängiges Grünkonzept. Das zu entwickelnde Grünkonzept sollte sich an standortgerechten Gegebenheiten orientieren. Viele Flächen liegen unnötigerweise unter Asphalt. Eine Entsiegelung der Asphaltflächen auf das Maß der notwendigen Verkehrsflächen sowie deren Nutzung als unbebauter naturnah gestalteter Bereich würde das Kleinklima verbessern und die Regenwasserversickerung fördern. An ausgewählten Stellen sollte die Begrünung verbessert werden. Durch die Ausbildung von Siedlungsrändern könnte der Ortsrand sowohl ökologisch wie auch optisch verbessert werden.

 

Wird fortgesetzt

 
 

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