Mit einer Sonderausgabe der SPD-Nachrichten für Rhade haben sich die örtlichen Sozialdemokraten am Vorabend des Bürgerforums der Verwaltung zu Wort gemeldet.
"Jede Information ist wichtig. Aber warum nicht regelmäßig"?, lautet kurz und knapp die Kritik.
Die Tagesordnung konnte durch eigene, schriftlich eigereichte Anregungungen wesentlich erweitert werden. "Trotzdem", so die SPD, "fehlt es fast immer an Hintergrundwissen". Die vorgelegte Zeitung soll die aktuelle Berichterstattung der Verwaltung um die notwendige Hintergrundinformation erweitern. "Nur dann", so die Herausgeber, "kann der jeweilige Sachverhalt richtig eingeordnet werden".
So wird klargestellt, dass das Bürgerforum zu keinem Zeitpunkt den erfolgreichen Bezirksausschuss (eingestellt 1998) ersetzen konnte.
Dass RWE die Hochspannungsmasten in Rhade durch höhere und massivere Träger ersetzen will, ist allgemein bekannt. Dass aber bereits seit 2005 die SPD aktiv das Thema "am köcheln" hält, wissen nur wenige.
Nochmals wird die Debbingstraße in den Fokus gerückt. "Hier müssen bauliche Maßnahmen die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer dringend verbessern". Die Erler- und Lembecker Straße hat sich zu einer Durchgangsader mit weiter steigenden Verkehrsteilnehmern entwickelt.
Kreisverkehre und Querungshilfen sollen die Situation entschärfen.
Obwohl immer wieder offiziell gesagt wird, dass Behinderte sich im öffentlichen Raum ohne Nachteile bewegen müssen, wird aufgezeigt, dass es auch in Rhade noch unüberwindbare Hürden gibt. "Alles bekannt. Es geschieht aber nichts", lautet der Vorwurf.
Aktion saubere Stadt und die Wirklichkeit. Auch hier wird der Finger in die Wunde gelegt.
Unter der Überschrift: "Was soll aus Rhade werden?" formuliert die SPD Fragen, auf die sie seit langem eine Anwort erwartet.
Abschließend wird daran erinnert, dass 1997 der damalige KVR (Kommunalverband Ruhr) ein Konzept mit Rhader und Lembeckern erarbeitet hat, das den Titel "Naturerlebnisraum Rhade/Lembeck - Förderung des sanften Tourismus" trägt. "Die Protokolle sind für Rhade ein Schatz, der danach schreit, gehoben zu werden", heißt es plakativ.
Presse
Veröffentlicht am 26.02.2009