Volker Wissing hat den FDP-Verrat an der Ampel nicht mitgemacht
Vor 16 Monaten hat der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Reißleine gezogen und seinen Finanzminister Christian Lindner (FDP) aus der Regierung geschmissen. Das bedeutete gleichzeitig das Aus der Ampel, die aus SPD, Grünen und FDP gebildet wurde. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, so harmonisch und kooperativ hatten sich die drei ungleichen politischen Brüder den Aufbruch in die Modernisierung des Landes vorgestellt. Doch schon bald begannen Sticheleien, überwiegend ausgehend vom kleinsten Ampelpartner FDP in Personen des Vorsitzenden Lindners und seines Stellvertreters Kubicki gegenüber den Regierungspartnern. Das Hinterzimmer-Drehbuch sah vor, so den Bruch der Regierung vorzeitig herbeizuführen um dann unter die wärmere Decke der CDU zu schlüpfen. Einer, der das als Verrat sah und aussprach, war der Verkehrsminister Volker Wissing (FDP). Seine Warnungen in den Gremien der FDP verpufften, sein Werben, Kompromisse im Interesse des Landes einzugehen, wurden als Schwäche diffamiert. Der Rest ist bekannt. Nach dem Bruch der Regierung trat Volker Wissing aus der FDP aus und blieb als parteiloser Minister im Kabinett Olaf Scholz bis zur Vereidigung der neuen Regierung am 6. Mai 2025. Sein Verantwortungsbewusstsein wurde im ganzen Land gewürdigt. Eine Ausnahme bildeten Lindner und Co. Fortan galt er dort als Verräter. Eine abenteuerliche, charakterlose Verdrehung der Tatsachen. Nun hat Volker Wissing mit einem Buch seine Aufarbeitung des Dramas Ampel abgeschlossen. Der Titel VERANTWORTUNG ist selbsterklärend. Volker Wissing bewies und beweist Charakter. So ist er zum Vorbild für demokratisch denkende und handelnde Politiker geworden.
Eigener Beitrag auf Grundlage des ganzseitigen Berichts in der Dorstener Zeitung/Ruhr Nachrichten mit dem Titel „Das Entsetzen des Volker Wissing“ von Daniela Vates am 26. März 2026