Wahlen in Hessen, Bayern und im „Osten“

Gesellschaft

Die Angst des Demokraten vor dem Ausgang

Peter Handke hat 1970 mit der Erzählung „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ große Aufmerksamkeit erzielt. Heute wandeln wir den Titel ab, um in die Seelenlage der demokratischen Parteien vor den nächsten Wahlen zu blicken. Da ist neben Verunsicherung, Rat- und Hilflosigkeit, auch blanke Angst zu erkennen. Nämlich, dass alle Bemühungen zum Wohle des deutschen Volkes gearbeitet zu haben, umsonst gewesen sein könnten. Umsonst, weil „der“ Wähler in großer Zahl sich mit Überschriften zufrieden gibt, die überwiegend Parolen ohne großen Wahrheitsgehalt sind. Tatsächlich ist die Gefahr, dass Rechtsaußenparteien bei künftigen Regierungsbildungen das Zünglein an der Waage sein könnten, mit den Händen zu greifen. Hessen und Bayern wählen am 8. Oktober einen neuen Landtag. Der rechte Rand macht große Sorgen. Aber Angst kommt auf, denkt man an den September 2024. Dann werden in „Ostdeutschland“ die Landtage in Thüringen, Sachsen und Brandenburg gewählt. Seit Monaten signalisieren die Umfragen, dass Höcke und Co. als Wahlsieger „vom Platz gehen“ könnte. Was ist nur los in Deutschland? Warum erreichen wir (demokratische Parteien) nicht mehr die Wähler? Das „wir“ Fehler machen und gemacht haben, steht außer Frage. Das ist aber kein Grund unsere demokratischen Strukturen zu zerschlagen. „Kopf hoch und angstfrei den Rechten die ROTE KARTE zeigen“, so lautet der Rhader Appell vor den kommenden Wahlen.    

 
 

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