Wann und wie kommt die SPD aus der Depression und dem Umfragetief?

Gesellschaft

Wochenendgedanken aus Rhade

Politik in einer Demokratie ist immer dann erfolgreich, wenn die Gestaltungsrichtung von unten nach oben führt. Unten, das sind wir. Wir Sozialdemokraten aus Rhade, die sich vor 54 Jahren zusammengeschlossen haben, um im „schwarzen“ ländlichen Raum zu beweisen, dass sozialdemokratisches Denken und Handeln gut für die hier lebenden Menschen und die Stadt ist. Rückblickend darf festgestellt werden, dass das ganz gut gelungen ist. Zeitgleich befand sich auch Dorsten im kommunalpolitischen Umbruch. Heinz Ritter (SPD) amtierte als Bürgermeister. Und im Land NRW hinterließen mehrere SPD-Ministerpräsidenten dauerhafte Spuren. Und in Berlin regierte ein SPD-Bundeskanzler. Die Sozialdemokraten haben unten wie oben überzeugt. Dann aber senkte sich der Daumen der Wähler. Diesmal in umgekehrter Richtung. Nach Berlin musste auch NRW als parteipolitisch verloren eingeräumt werden. Dass bei der letzten Bundestagswahl mit Olaf Scholz wieder ein Sozialdemokrat im Kanzleramt regiert, könnte als Aufbruch der in großen Teilen demoralisierten SPD eingeordnet werden. Das wäre dann ein Aufbruch von oben nach unten. Also in umgekehrter Richtung als eingangs benannt. Besser wäre, wenn sich die Basis der SPD überall im Land aufrappeln würde, um wieder einen stabilen Partei-Unterbau zu schaffen. So, wie es in Dorsten auf Stadtverbandsebene gerade begonnen wurde. Swen Coralic „hat verstanden“. Wird er von den Ortsvereinen und der Stadtratsfraktion allein gelassen, verpufft der hoffnungsvolle Aufbruch und die sozialdemokratischen Depressionen würden weiter zunehmen. Von unten nach oben.

 
 

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