Warum es sich lohnt, in Flüchtlinge zu investieren

Soziales

Dauer der Sprachkurse ist entscheidend - dänische Studie öffnet die Augen

Wir Deutschen werden älter und weniger. Das ist an nackten Zahlen völlig emotionslos abzulesen. Ohne Zuwanderung bricht unser Gesellschaftssystem, das auf Wachstum fußt, wie ein Kartenhaus zusammen. Der wichtigste Schlüssel einer erfolgreichen Integration heißt SPRACHE. Das wissen wir seit Jahren, aber wir handeln nicht entsprechend. Dänemark, übrigens in gleicher demographischer Ausgangslage wie Deutschland, hat eine viel beachtete Studie mit mehr als 8500 anerkannten Flüchtlingen vorgelegt, die frappierende Ergebnisse aufzeigt. Nachdem der Sprach-Förderunterricht deutlich verlängert wurde, stiegen bei denen die ihn erfolgreich abschlossen, die Beschäftigungsquote und parallel der Verdienst. Jüngere schrieben sich an Unis ein. Die Sozialhilfekosten sanken, die Steuereinnahmen stiegen, Straftaten verminderten sich. Ein Aspekt der Studie verdient besondere Beachtung: Als DK probehalber den über 25jährigen für 13 Monate die Sozialhilfe strich, um mit diesem Druck die Aufnahme einer Beschäftigung zu forcieren, erlebten die Behörden ein Desaster. Das Einzige was nämlich messbar stieg, waren registrierte Ladendiebstähle. Die SPD, in der Ampelregierung das soziale Gewissen Deutschlands, ist gut beraten, sich selbstbewusst den Populisten entgegenzustellen, die Flüchtlinge von vornherein als Bedrohung stigmatisieren. Kurz, in Sprachbildung zu investieren, ist ein großer Mehrwert für unser Land.

Eigener Beitrag SPD Rhade auf Grundlage des Artikels „Fördern Sprachkurse die Integration von Flüchtlingen?“; ZEIT Nr. 31, 28.07.2022

 
 

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