Wochenendgedanken aus Rhade
Wir nutzen sie täglich, um zu kommunizieren. Die sogenannten sozialen Medien wie WhatsApp, X, TikTok, YouTube, Facebook, Instagram, Snapchat und andere. Sie übermitteln Grüße und Bilder/Filme in Sekundenschnelle. Sie helfen, untereinander in Kontakt zu bleiben. Neben dieser positiven Seite gibt es auch eine dunkle. Und diese ist brandgefährlich. Über die genannten „Kanäle“ werden auch gezielt falsche „Tatsachen“ auf die Reise geschickt, die vom Empfänger gar nicht als Fake erkannt werden. Mit nur einem Klick werden sie dann geteilt, sprich weitergeleitet. So erreicht der Absender mit seiner bewussten Falschmeldung rasend schnell ein riesiges „Publikum“. Wer sich ausschließlich nur noch innerhalb dieser Medien bewegt, auf Zeitungen, Bücher und unseren öffentlich rechtlichen Rundfunk verzichtet, kann sich kein objektives Bild mehr von der Wirklichkeit machen. Schlimmer noch, er oder sie übernehmen „blind“ alles, was dort gepostet wird. So verpufft aktuell auch jeder gutgemeinte Versuch, mit arabischen Flüchtlingen, die hier ein neues Zuhause suchen, über den Hamas-Terror in Palästina und Israel ins offene, vorurteilsfreie Gespräch zu kommen. Gespräch? Nein, statt dessen wird sofort das Smartphone mit Filmausschnitten als Beweismittel präsentiert. Da bleibt leider kein Raum für Verständigung und Aufklärung. Der so geschürte Hass macht blind und taub gegenüber allen Andersdenkenden. Sprach- und Ratlosigkeit müssen aber überwunden werden, um einen kriegerischen Flächenbrand zu verhindern. Social Media darf nicht länger mit gezielten Falschmeldungen und unterstützenden, ebenfalls gefälschten Bildern, die Meinungsführerschaft in unserem Land übernehmen. Unsere Demokratie muss sich wehren.