Wenn Politik zur Unterhaltung wird ...

Bundespolitik

Politik in Talkshows
Ein kleiner Kommentar aus Rhade

Man kann es kritisieren und für eine Fehlentwicklung halten. Politik im TV statt im Parlament. Dennoch ist es von Fall zu Fall reizvoll und entlarvend, wenn sich zur besten Fernsehzeit, Politiker über die drängenden Gegenwartsprobleme austauschen, bzw. emotional „an die Wäsche“ gehen. So am Sonntag bei Jauch.

Das Betreuungsgeld. Eine sozialpolitische Katastrophe, von allen Fachleuten abgelehnt. Die CSU hat es im Koalitionsvertrag durchgesetzt und wird es bekommen. Die Landtagswahl in Bayern lässt grüßen.
Manuela Schwesig, stellvertretende Vorsitzende der SPD lief zur Hochform auf und stellte ihren Widerpart Dobrindt (CSU) glatt in den Schatten. Erfrischend, kompetent und mit sympathischer Aggressivität.
Schön, dass die SPD so gute Frauen in ihren Reihen hat. Dann war da noch Christa Müller (Linke). Müller wer? Christa Müller, die bisherige Partnerin von Lafontaine. Was sie von sich gegeben hat, war rundherum peinlich. Dass sie mit der CSU für die „Herdprämie“ ist, zeigt das ganze Dilemma der Person und der Partei für die sie als familienpolitische Sprecherin im Saarland auftritt. Selbst der TV-Moderatorin Gabi Bauer platzte der Kragen, als sie die unausgegorenen Statements der Christa Müller kommentierte.
Wie gesagt, TV-Talkshows dürfen nie die Debatten im Parlament ersetzen, aber sie helfen manchmal ein Problem verständlich zu machen. Das Betreuungsgeld kommt, weil die CSU das so versprochen hat. Die FDP darf dafür die Pflegeversicherung teilweise privatisieren. Ein schmutziger Deal.
Diese Regierung (CDU/CSU/FDP) bringt nichts mehr zustande. 2013 wird neu gewählt.

Eigener Bericht

 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007140410 -