Christoph Kopp, Beauftragter der Rhader SPD für Mitgliederwerbung, findet die Befragung absolut notwendig und gut. Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum?
Wer nicht fragt bleibt dumm!
Eine ganz besondere Mitgliederversammlung führten die Rhader Sozialdemokraten durch. Um eine bundesweite Befragung des SPD-Parteivorstands über die Zukunft der ältesten Partei Deutschlands attraktiv umzusetzen, stand die Sesamstraßen- Titelmelodie in Rhade Pate.
Die Ausgangslage ist klar. Die verlorene Bundestagswahl 2009, ein neuer Parteivorstand und die Rückbesinnung auf mehr innerparteiliche Diskussion.
So entstand unter Leitung von Sigmar Gabriel, Vors., und Andrea Nahles, Generalsekretärin, eine bisher einmalige, umfangreiche Befragung aller SPD-Ortsvereine in Deutschland. Davon gibt es 10.000.
Ca. 150 Fragen wurden gestellt. Mit Hilfe moderner Technik arbeiteten sich die Teilnehmer durch den langen Fragebogen.
„Wir sind gut beraten, uns an dieser bundesweiten Meinungsbildung aktiv zu beteiligen. Wir können nämlich auch mit unserer beispielhaften Arbeit dazu beitragen, Zeichen in der ganzen Partei zu setzen“, so Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender der Rhader und der Dorstener SPD. „Deshalb“, so Niemeyer weiter, „fordere ich alle 8 Dorstener Ortsvereine auf, mitzumachen“.
Zu Beginn werden die Mitglieder nach den vermeintlichen Gründen der letzten Wahlniederlage gefragt. Aber auch positive Erfahrungen sollen nicht unter den Teppich gekehrt werden.
Besonders lebhaft wurde über die Wertigkeit der politischen Themen innerhalb der SPD diskutiert.
Ein Beispiel: Neue und wirksame Regeln für die Finanzmärkte? Mögliche Antworten: Sehr wichtig – wichtig – weniger wichtig – unwichtig.
Es kristallisierte sich heraus, dass die Rhader SPD dem Berliner Parteivorstand klare Vorstellungen über eine bürgernahe Politik signalisieren wird. Besonders über die Rolle der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen gibt es doch erhebliche Meinungsunterschiede zwischen der offiziellen Parteilinie und der Rhader Basis.
Eine spannende Veranstaltung, diskussionsfreudige Sozialdemokraten und ein aktiver Beitrag zum Abbau von Politikverdrossenheit, so das positive Fazit der Rhader SPD zum Abschluss einer kurzweiligen Mitgliederversammlung.